Am südlichen Ende der Welt ragt eine Eiswand in den Himmel; das gleißende Sonnenlicht lässt sie strahlend weiß leuchten. Der gefrorene Schelfeispanzer säumt mehr als ein Drittel der knapp 40.000 Kilometer langen Küste der Antarktis. Davor schwimmen gigantische Tafeleisberge sowie teils skurril geformte Eisskulpturen. Eine faszinierende Tierwelt lebt in dieser rauen, von Menschen nahezu unberührten Natur: Große Adelie- und Königspinguin-Populationen findet man in der Antarktis, viele Seevögel, Robben, Seeleoparden sowie zwölf Walarten.

In der südlichsten Stadt der Erde, im argentinischen Hafen Ushuaia, ist die Sea Spirit vor vier Tagen zu einer Expeditionsseereise in die entlegenste Region überhaupt aufgebrochen. 588 Seemeilen sind es von hier bis zur antarktischen Halbinsel. Die Route „Classic Antarctica“ führt zunächst durch den an Norwegens Fjorde erinnernden, malerischen Beagle-Kanal in die für ihre hohen Wellen berüchtigte Drake-Passage.  

Die Sea Spirit ist für die herrschenden Bedingungen erstklassig ausgerüstet
Die Sea Spirit ist für die herrschenden Bedingungen erstklassig ausgerüstet

Aber das Expeditionsschiff Sea Spirit ist bestens für die in der Antarktis herrschenden Verhältnisse ausgestattet. Das Expeditionsschiff ist technisch auf neuestem Stand: Dabei bequem und komfortabel für die Passagiere, denn die kleinste Kabine an Bord bietet noch immer stattliche 20m². Für Ausflüge stehen zehn Zodiacs zur Verfügung, im Präsentationsraum mit Multimedia-Ausrüstung halten die Lektoren ihre Vorträge und Präsentationen. Nur 114 Passagiere fasst die Sea Spirit – gegenüber größeren Schiffen hat dies den Vorteil, dass fast alle gemeinsam an Land gehen können. 100 Personen dürfen es laut der offiziellen Regularien für die Antarktis zeitgleich sein – zur Überbrückung werden jeweils kurze Zodiac-Cruises für alle Passagiere eingestreut.

Auf Zodiactouren kommt man so nah wie möglich an die Tiere heran ohne sie zu stören
Auf Zodiactouren kommt man so nah wie möglich an die Tiere heran ohne sie zu stören

Zweimal am Tag sind Anlandungen vorgesehen, bei denen man auchKolonien verschiedener Pinguinarten, wie z.B. der Esels-, Zügel- und Adeliepinguine besucht. Die beeindruckenden Naturerlebnisse lässt das Expeditionsteam allabendlich noch einmal Revue passieren und beantwortet die Fragen der Passagiere. Außerdem wartet ein Vortragsprogramm, das die Passagiere auf die Tierwelt, Geologie und Geschichte der Antarktis vorbereitet.

Die Natur bestimmt Route und Tagesablauf: Anmutig dahingleitende Riesensturmvögel und Albatrosse begleiten das Schiff, die Temperatur sinkt spürbar. Der erste Eisberg taucht am Horizont auf, gigantisch thront er im Südpolarmeer wie eine Festung. Tags darauf erstreckt sich die Andvord Bay in die antarktische Halbinsel. Am Ende des Fjords, dessen blau-strahlende Eiswände zum Greifen nah scheinen, liegt Neko Harbour. Hier hat sich eine große Eselspinguinkolonie angesiedelt, die bereits von weitem zu hören ist. Die Pinguine sammeln kleine Steine, um ihre Nester zu bauen; ein geschäftiges Treiben mit vielen guten Fotomotiven. Auf plattgetrampelten Pfaden, sogenannten Pinguin-Autobahnen, umgehen die watschelnden Tiere die für sie schwierig zu meisternden, unebenen Schneeflächen.

Große Pinguinpopulationen kann man während dieser Reise oft beobachten
Große Pinguinpopulationen kann man während dieser Reise oft beobachten

Tags darauf wird es nicht nur im Wortsinn paradiesisch: In der Paradise Bay treiben zahllose Eisberge in einer landschaftlich schönen Bucht mit schneebedeckten Bergen. Während einer Zodiac-Tour geht es durch Pfannkucheneis: kreisförmige Eisstücke unterschiedlicher Größen, die aneinander schlagen und knacken. Auf der kristallklaren Wasseroberfläche spiegeln sich die schneebedeckten Berge – ein überwältigender Anblick!

Geführte Kayaktouren und Übernachtungen an Land kann man als Ausflug buchen
Geführte Kayaktouren und Übernachtungen an Land kann man als Ausflug buchen

Spektakulär ist auch die Einfahrt in den Lemaire Kanal, einer sieben Kilometer langen und nur 700 Meter breiten Meerenge, die von bis zu 1.000 Meter hohen Steilwänden und mächtigen Gletschern gesäumt wird. Auf der Weiterfahrt geht es durch den verwinkelten Neumayer Kanal, der nach dem deutschen Polarforscher benannt ist. Wegen seiner majestätischen Klippen, den scharfen Biegungen bei Ein- und Ausfahrt und dem S-förmigen Verlauf kommt man sich vor wie in einem gigantischen Eislabyrinth.

Auf einer Kreuzfahrt in die Antarktis mit der Sea Spirit winken tolle Tiermotive
Auf einer Kreuzfahrt in die Antarktis mit der Sea Spirit winken tolle Tiermotive

Am Südende des Neumayer-Kanals liegt Port Lockroy auf Goudier Island. Die britische Forschungsstation aus den 1950er-Jahren wurde 1996 vom Antarctic Heritage Trust renoviert und wird seitdem als Museum, Souvenirladen und südlichstes Postamt der Welt betrieben. Durch die Drake Passage geht es zurück nach Ushuaia, während der Seetage bleibt genügend Zeit Fotos zu sichten und mit den Experten vom Expeditionsteam die Naturwunder der Antarktis ausführlich zu besprechen.

Diese und weitere Reisen sind buchbar bei Polaris Tours, dem Spezialisten für Schiffsreisen in der Arktis und Antarktis. Weitere Informationen unter www.polaris-tours.de oder unter Telefon: +49 (0) 8822 – 948 66 0. Kataloganforderung per Mail unter info@polaris-tours.de

 Nächster Reisetermin: „Classic Antarctica“, sechzehntägige Expeditionsseereise mit der SEA SPIRIT, fünf Termine vom 22.11. 2017 bis 11.2.2018 (jeweils Abfahrt) – ab 9.990,- Euro p. P., alle Flüge in der Economy-Klasse inkludiert. Abflughafen ist Frankfurt, Zubringerflüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz ohne Aufpreis. Hinflug über Buenos Aires nach Ushuia, dort jeweils eine Übernachtung. Auf dem Rückweg eine Übernachtung in Buenos Aires. Weitere Informationen unter:  www.polaris-tours.de/antarktis-reisen-2017-2018/classic-antarctica/

Antarktisreise mit Überquerung des Polarkreises:

Bei dieser Reise erleben Sie zunächst die Höhepunkte der antarktischen Halbinsel, dann bahnt sich die Sea Spirit ihren Weg durch das Eis bis zum südlichen Polarkreis – eine imaginäre Linie und doch ein besonderes Ziel, das nur ganz wenige Menschen erreicht haben: www.polaris-tours.de/antarktis-reisen-2017-2018/expedition-zum-suedpolarkreis/

Tierparadiese der Falklandinseln und Südgeorgien, mit dem bekannten Tierfotografen Norbert Rösing:

Im Mittelpunkt steht dabei die unglaublich vielfältige Tierwelt, für Hobbyfotografen bieten sich herrliche Motive mit tausenden Königspinguinen, See-Elefanten und Seevögeln: www.polaris-tours.de/antarktis-reisen-2017-2018/falklandinseln-und-suedgeorgien/