Die Zahl der Besucher in der Antarktis steigt wieder

Die Zahl der Besucher in der Antarktis war in den vergangenen Jahren durch die Verordnung, dort nur noch mit Diesel fahren und an bestimmten Spots nur noch 200 Besucher pro Tag an Land lassen zu dürfen, rapide gesunken. Denn die großen Schiffe wie zum Beispiel von Holland America Lines mit rund 1.500 Passagieren an Bord fuhren dort wegen des teureren Diesels und der Aussicht Landausflugsplätze verlosen oder auf 200 Tickets beschränken zu müssen, nicht mehr hin.

Dies war die Chance, die Expeditionsreedereien und -veranstalter zu nutzen wussten, besonders die französische Reederei Ponant mit ihren Superyachten profitierte davon. Mittlerweile gibt es eine regelrechte Neubauwelle im Segment Expeditionsseereisen, das durch die hohen Tagesraten für Reedereien und Veranstalter sehr lohnenswert ist: Ponant, Hurtigruten Oceanwide Expeditions, Hapag-Lloyd Cruises und jetzt auch Poseidon (www.worldwidewave.de/poseidon-plant-neues-schiff) haben Neubauten angekündigt bzw. Schiffe im Bau. In den nächsten beiden Jahren dürfte die Zahl der Antarktisbesucher dadurch weiter steigen.

Das schätzt die International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO), eine Vereinigung der Antarktisveranstalter, deren Statistik für die Saison 2016/2017 in der Antarktis rund 44.300 Besucher ausweist – eine Zunahme um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für dieses Jahr rechnet die IAATO mit einem Anstieg um insgesamt fünf Prozent auf 46.385 Besucher. Dies wäre ein Rekord, die bisherige Marke liegt bei 46.625 im Winter 2007/8 und damit vor der o. a. Verordnung. Deutsche Passagiere belegen unter Antarktis-Touristen nach US-Amerikanern, Chinesen und Australien den vierten Rang vor Passagieren aus Großbritannien, haben aber die bei weitem höchste Steigerungsrate: Ihr Anteil nahm um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, den zweitbesten Wert verzeichnen chinesische Besucher mit einer Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Weitere Informationen unter: www.iaato.org/news-from-iaato