Die Artania von Phoenix Reisen darf nicht im australischen Perth andocken. Ein ehemaliger Passagier war zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

UPDATE 8 (12.5.): Nach technischen Zwischenstopps in Manila auf den Philippinen, wo 236 Crewmitglieder das Schiff verlassen durften, und in Singapore, wo Treibstoff und Wasser gebunkert wurde, befindet sich die Artania nun auf dem Weg durch den Indischen Ozean in Richtung Sri Lanka. Ohne Stopp soll es nun bis nach Europa gehen, rund 6.500 Seemeilen muss die Artania bis zum Zielhafen Bremerhaven noch zurücklegen. In Bremerhaven wird das Schiff rein rechnerisch am 3. Juni erwartet, aber je nach Wetter, Wind, Wellen und benötigtem Bunker kann sich die Ankunftszeit verschieben. Die aktuelle Position ist hier zu finden:  https://www.phoenixreisen.com/hier-ist-die-artania-heute-.html?v=1

Update (7) 30.4.: Nach einem technischen Aufenthalt auf Bali, bei dem Vorräte gebunkert wurden und ein Teil der indonesischen Besatzung vom Schiff ging, ist die Artania nun auf dem langen Heimweg nach Bremerhaven. An Bord sind noch acht Passagiere, die das Schiff nicht- wie angeboten – verlassen wollten, um mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückzukehren. Diese acht Gäste möchten lieber die gesamte Seereise bis nach Bremerhaven an Bord verbringen. Die Artania wird Ende Mai in Bremerhaven erwartet.

UPDATE (6) 19.4.: Die Artania des Bonner Kreuzfahrtenveranstalters Phoenix Reisen hat nach langer Quarantäne Australien verlassen. Das seit Mitte März nach Corona-Infektionen an Bord in Freemantle bei Perth ankernde Kreuzfahrtschiff befindet sich jetzt auf dem langen Heimweg nach Bremerhaven. An Bord befinden sich nach Angaben von Phoenix Reisen gut 400 Menschen, hauptsächlich Crew-Mitglieder.  Das Schiff verabschiedete sich mit mehreren Typhonsignalen, auf den Decks winkten Crewmitglieder den Menschen im Hafen zu.  Auf einem Transparent mit Herz waren die Worte “Thank you Fremantle” zu lesen. Schulkinder aus Perth hatten zuvor Postkarten geschrieben, um der Besatzung eine sichere Rückreise zu wünschen. Zwei der Besatzungsmitglieder wurden sogar noch am Kai getraut, wie der australische TV-Sender ABC berichtete. Das Schiff, bekannt aus der ARD-Dokuserie “Verrückt nach Meer”, war vor zwei Wochen von den australischen Behörden nach mehreren Coronavirus-Fällen an Bord unter Quarantäne gestellt worden. Mehr als 840 gesunde Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen. Nach Medienberichten soll es mindestens 79 Coronafälle an Bord gegeben haben, 23 Gäste und 13 Crewmitglieder mussten in australische Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein 69 Jahre alter deutscher Passagier und zwei Besatzungsmitglieder starben.

Weitere Informationen unter  https://www.dailymail.co.uk/news/article-8232119/Artania-leaves-Perth-79-crew-passengers-diagnosed-coronavirus-three-died.html

 

UPDATE 5 (3.4.): Ein deutscher Passagier der Artania ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden waren. Die Artania liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth.  Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, Dutzende kamen in australische Krankenhäuser. Wie es mit dem Schiff jetzt weitergeht ist nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters Phoenix-Reisen bislang unklar. Es liege noch kein Zeitplan für eine Abreise aus den westaustralischen Gewässern vor.

UPDATE 4: Ein großer Teil der Passagiere der Artania ist auf dem Weg nach Deutschland. Mit vier eigens vom Veranstalter Phoenix Reisen gecharterten Maschinen wurden alle Passagiere und viele der 230 Besatzungsmitglieder, die nicht positiv auf das Coronavirus getestet wurden und keine Krankheitssymptome zeigten, von Perth aus ausgeflogen. Zuvor waren weitere Menschen an Bord positiv getestet worden: Die westaustralische Regionalregierung berichtete von 29 neu bestätigten Infektionen,   bei neun Menschen an Bord des Schiffes mit insgesamt 832 Passagieren war bereits eine Covid-19-Infektion bestätigt worden. Die Betroffenen werden in Krankenhäusern in Perth behandelt. Drei der Erkrankten sind im kritischen Zustand auf der Intensivstation. Positiv Getestete und weitere Menschen mit grippeähnlichen Symptomen, für die bislang noch keine Testergebnisse vorliegen, bleiben auf Anweisung der Behörden in Australien in Quarantäne.

Update 3: Die Passagiere der Artania sollen jetzt doch am Wochenende von Australien aus nach Deutschland fliegen. Darauf haben sich nach Angaben von Phoenix Reisen die australische Regierung und die deutsche Botschaft in Australien geeinigt. Der Rückflug der Gäste nach Deutschland wird voraussichtlich am 28. oder 29. März erfolgen. Nach Vorgabe der australischen Behörden ist es den Gästen aber untersagt, mehr als ein Gepäckstück mit auf die Flüge zu nehmen, die von Phoenix eigens gechartert werden.

Update 2: Die Artania muss die australischen Hoheitsgewässer verlassen. Der Regierungschef von Westaustralien will ansonsten die australische Bundesregierung um Einsatz der Marine bitten. Niemand von dem Schiff soll an Land gelassen werden, es sei denn es befindet sich jemand in einer lebensbedrohlichen Notlage. Da dies bislang nicht der Fall sei, gebe es auch keinen Grund, dass Passagiere oder Crew an Land kämen. Eigentlich sollten die Passagiere am Sonnabend nach Deutschland ausgeflogen werden.

Update: Auf der Artania sind mindestens sieben Menschen mit dem Corona-Virus infiziert und leiden unter der Atemwegskrankheit Covid-19 (Zur Erklärung der Begriffe s. hier). Es handelt sich dabei um fünf Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder, niemand der Infizierten soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Alle Gäste sollen, voraussichtlich am Sonnabend,  mit eigens gecharterten Flugzeugen aus Australien ausgeflogen werden. An Bord sind insgesamt 1.338 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Die Artania der deutschen Reederei Phoenix Reisen darf nicht im australischen Perth andocken. Die Besatzung hatte um medizinische Hilfe gebeten, nachdem 25 der 800 Passagiere über Atembeschwerden berichtet hatten. Ein Passagier, der das Angebot von Phoenix angenommen hatte und vorzeitig nach Deutschland zurückkehrte, war zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Phoenix Reisen hatte seinen Gästen die Wahl gelassen, entweder mit der Artania nonstop mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 18 Knoten bis nach Bremerhaven durchzufahren, also mindestens 28 Tage ohne Landkontakt, oder einen letzten Flug ab Sydney nehmen. Der Kreuzfahrtveranstalter hatte angekündigt für die 198 Reisenden, die sich für die Option Heimflug entschieden hatten, die Kosten der Reise zu übernehmen. Die australischen Behörden weigerten sich aufgrund des Corona-Verdachts, das Schiff andocken zu lassen und schickten örtliches medizinisches Personal zur Kontrolle auf das Schiff. Mindestens zehn Menschen an Bord sollen auf Coronaviren getestet werden.

Der Vasco da Gama, die der Muttergesellschaft des Bremer Kreuzfahrtveranstalters Transocean gehört, war zuvor ebenfalls die Anlandung in Perth verweigert worden. Die Passagiere werden jetzt erst einmal auf der ehemaligen Gefangeneninsel Rottnest Island vor der westaustralischen Küste in zweiwöchige Quarantäne gehen. Die australischen Behörden schränken die Bewegungsfreiheit im Land, vor allem für ankommende Ausländer, stark ein, um die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Damit will die Regierung verhindern, dass sich die Ereignisse in Sydney wiederholen: Dabei waren 2.700 Kreuzfahrtpassagiere ohne Gesundheitskontrollen nach Sydney eingereist, darunter mehr als 130, die das Virus in sich trugen.

Weitere Informationen unter

https://www.phoenixreisen.com/hier-ist-die-artania-heute-.html?1585059264852