Das indonesische Urlaubsparadies Bali will eine neue Touristensteuer einführen. Ausländische Besucher sollen künftig 10 US-Dollar bezahlen.

Das indonesische Urlaubsparadies Bali will eine neue Touristensteuer einführen. Ausländische Besucher sollen künftig 10 US-Dollar (umgerechnet etwa neun Euro) bezahlen. Damit will die Provinzregierung nach Angaben der Jakarta Post Maßnahmen zum Erhalt der Umwelt und Kultur finanzieren. Der Gesetzgeber überlegt noch, wie die neue Touristensteuer erhoben wird. Zu den Optionen zählen das Hinzufügen der Abgabe zu den Flugticket- oder Hafengebühren oder eine direkte Bezahlung an Flughafen und Hafen. Bali zog im Jahr 2017 5,7 Millionen ausländische Touristen an, die meisten davon aus China und Australien. Die noch nicht veröffentlichte Zahl für das vergangene Jahr soll bei mehr als 6 Millionen Gästen liegen, für dieses Jahr wird eine weitere leichte Steigerung erwartet. Die neue Touristensteuer würde somit 60 Millionen US-Dollar zusätzlich in das Haushaltssäckel der Inselregierung spülen.

Der Gouverneur von Bali, Wayan Koster, ist zuversichtlich, dass die Steuer die Touristen nicht davon abhalten würde, die Insel zu besuchen. Touristen würden die Regelung verstehen und gerne bezahlen, da die neue Touristensteuer dazu verwendet werden soll, Umwelt und Kultur auf Bali zu stärken. Die Einnahmen ergäben bessere Möglichkeiten, um die Entwicklung von Balis unterstützen. Bali hat parallel zu der neuen Abgabe Einwegkunststoffe wie Einkaufstaschen, Styropor und Strohhalme verboten, um gegen die wachsende Menge Plastikmüll zu kämpfen, der die Strände und Gewässer verschmutzt. Die Umweltbehörde von Bali stellte fest, dass auf der Insel täglich 3.800 Tonnen Plastikmüll anfallen, von denen nur 60 Prozent auf Deponien landeten. Der Rest verschmutze Landschaft und Meer. Es wird erwartet, dass das Verbot innerhalb eines Jahres zu 70 Prozent weniger Plastik in Bali führen wird.