Die norwegische Hafenstadt Bergen will den Tourismus, der durch Kreuzfahrt entsteht, einschränken: auf drei Schiffe beziehungsweise 8.000 Personen pro Tag.

Die norwegische Hafenstadt Bergen will den Tourismus, der durch Kreuzfahrt entsteht, einschränken. Bergen ist noch vor der Hauptstadt Oslo der nach Passagieren größte Kreuzfahrthafen in Norwegen mit bis zu 12.000 Kreuzfahrtpassagieren pro Tag. Jetzt plant die Stadt, ähnlich wie es Dubrovnik, Venedig und Santorin mit ihren Beschränkungen für Kreuzfahrtschiffe vorgemacht haben, eine Begrenzung der Kreuzfahrtpassagiere auf drei Schiffe beziehungsweise 8.000 Personen pro Tag. Insgesamt ist die Zahl der Touristen, die mit einem Kreuzfahrtschiff Norwegen besuchen, seit dem Jahr 2000 von 200.000 auf 800.000 Passagiere gestiegen.

Außerdem hat der Stadtrat Bergens hat beschlossen, ab dem Jahr 2026 alle Kreuzfahrtschiffe zu verbannen, die nicht mit Strom oder Wasserstoff fahren. Mit der Maßnahme soll die Umwelt und das Unesco-Weltkulturerbe Bryggen, das Hanseviertel Bergens, geschützt werden. Denn im Hafen von Bergen werden nach Untersuchungen der Behörden durch dort liegende Kreuzfahrtschiffe rund 7.000 Tonnen Treibstoff im Jahr verbrannt. Bergen macht sich aber nicht nur Sorgen um die Umwelt, sondern auch um den Ruf bei anderen Touristen, die im Gegensatz zu den Kreuzfahrtgästen Geld in die Kassen der örtlichen Geschäfte bringen.

Während Umweltschützer den Beschluss begrüßen, ist der Tourismusverband skeptisch. Es sei kaum machbar, bis 2026 alle Kreuzfahrtschiffe umzurüsten. In den Fjorden gibt es bereits Begrenzungen für Kreuzfahrtschiffe: so dürfen nur Schiffe, die neuesten Umweltanforderungen entsprechen, andocken und von 2026 an nur noch emissionsfreie Schiffe in den Geiranger- und Nærøyfjord fahren.

Weitere Informationen unter https://de.visitbergen.com/praktische-informationen/touristen-information-in-bergen