Die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss erhält eines der größten überdachten Schwimmdocks, auf einer Länge von 200 Metern mit einem 50 Meter hohen Dach

Die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss erhält eines der größten überdachten Schwimmdocks in Europa. Dazu wird das Schwimmdock 10, genau gegenüber den St. Pauli Landungsbrücken, auf einer Länge von 200 Metern mit einem 50 Meter hohen Dach versehen. Das bringt nicht nur neue Möglichkeiten für bestehende und neue Kunden bei Reparaturen und Aufwertungen von Yachten, Marine- und Kreuzfahrtschiffen, sondern eine noch bessere Infrastruktur für potenzielle Marine-Neubauaufträge. Das überdachte Dock bietet dann auch den Mitarbeitern deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen. 15 Millionen Euro pumpt Eigentümer Peter Lürßen in den Ausbau des 287 Metern langen und 44 Meter breiten Docks. Von den Schiffen im Dock wird allerdings dann nichts mehr zu sehen sein. Dafür können künftig auch Kreuzfahrtschiffe wie die Europa 2 wetterunabhängig repariert oder umgebaut werden. Lürssen hatte Blohm & Voss im Oktober 2016 von dem britischen Finanzinvestor Star Capital Partners in einer desolaten Lage übernommen. Aufträge waren Mangelware und der Maschinenpark veraltet. Lürssen hatte daraufhin 20 Millionen Euro in die Modernisierung der Werft investiert. Grund für die Investition ist ein Neuauftrag der Lürssen Werft zum Bau einer neuen Yacht. Rumpf, Aufbauten und einen Teil der Ausrüstung will der Konzern bei seiner Hamburger Tochter Blohm+Voss fertigen lassen. Die Endausrüstung und Ablieferung werden dann auf Kundenwunsch in Bremen erfolgen. Für die Umbauarbeiten wird das knapp 290 Meter lange Dock 10 voraussichtlich im kommenden Jahr nach Bremen geschleppt. Ab 2021 wird das Dock dann mit Dach wieder in Hamburg liegen.