Wegen Meeresverschmutzung hat ein Gericht in Miami die Reederei Carnival zu einem Vergleich mit einer Geldstrafe von 20 Millionen US-Dollar gedrängt

 

Wegen Meeresverschmutzung hat ein Gericht in Miami die Reederei Carnival zu einem Vergleich gedrängt: Die Carnival Corporation erklärte sich bereit, eine Geldstrafe von 20 Millionen US-Dollar zu zahlen und strengere Umweltkontrollen durchzuführen. Zuvor hatte man sich schuldig bekannt gegen Bewährungsauflagen verstoßen und erneut Meeresverschmutzung verursacht zu haben. In einem Verfahren im Jahr 2016 war eine 40-Millionen-Dollar-Strafe gegen das Unternehmen verhängt worden, weil das Tochterunternehmen Princess Cruises diverse Umweltvergehen vertuschen wollte. Eine Bewährungsauflage schrieb vor, dass die Flotte aller Tochterunternehmen fünf Jahre lang kontrolliert wird. Ein Sprecher versicherte damals, man werde den Vorwürfen nachgehen und sicherstellen, dass Umweltschutz die höchste Priorität habe. Carnival und die Tochtergesellschaften sollen aber während der Bewährungszeit vor gerichtlichen Überprüfungen gefälschte Aufzeichnungen erstellt, Plastikmüll in den Ozean geworfen und illegal Abwasser in äußerst sensiblen Bereichen wie bei den Gletschern in den Nationalparks Alaskas und vor den Bahamas abgelassen haben.

Die US-Bezirksrichterin Patricia Seitz ordnete an, dass leitende Angestellte des Unternehmens, darunter der Vorsitzende Micky Arison und der Geschäftsführer Arnold Donald, vor Gericht erscheinen sollten. Das Unternehmen, das neun Kreuzfahrtlinien betreibt, darunter Aida, Costa, Cunard und P & O Cruises gab zu, gegen die Bedingungen seiner Bewährung verstoßen zu haben. Die Reederei erklärte sich damit einverstanden, 15 zusätzliche Prüfungen ihrer Schiffe durchführen zu lassen, die Schulung und die Abfallbewirtschaftung zu verbessern. Sollte Carnival bis zum 13. September keinen neuen Plan zur Einhaltung der Umweltbestimmungen vorgelegen, werden Bußgelder in Höhe von 1 Million US-Dollar pro Tag verhängt. Der jetzt vor Gericht geschlossene Deal sieht vor, dass Geschäftsführer Donald persönlich die Verantwortung für die Verstöße übernimmt.

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