Die Mitgliedsreedereien der CLIA lassen wegen des Coronavirus und niemanden mehr an Bord, der in den vergangenen 14 Tagen in China war.

Die Mitgliedsreedereien der Cruise Lines International Association (CLIA) ergreifen weitere Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus und lassen niemanden mehr an Bord, der in den vergangenen 14 Tagen in China war. Zur CLIA gehören auch alle große Reedereien wie MSC, Carnival, Costa, Royal Carribean, Norwegian Cruise Line oder TUI Cruises und Aida Cruises.

Die CLIA-Mitgliedsreedereien stehen in engem Kontakt mit Gesundheitsexperten und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt, einschließlich der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Mitgliedsreedereien bewerten und ändern Richtlinien und Verfahren laufend, wenn sich neue Entwicklungen ergeben. Dazu gehören die Änderung von Reiserouten, wo dies angesichts der sich verändernden Umstände erforderlich ist, sowie – in Übereinstimmung mit den geltenden Richtlinien der globalen Gesundheitsbehörden – gegebenenfalls Gesundheits-, Reise- und Kontaktüberprüfungen von Gästen und Besatzungen, die kürzlich aus dem betroffenen Gebiet oder durch das betroffene Gebiet gereist sind. Auf Basis von Screening-Protokollen wird fallabhängig entschieden, ob einem Gast oder einem Besatzungsmitglied das Einschiffen verweigert wird.

Die CLIA-Mitgliedsreedereien haben Reisen von Besatzungsmitgliedern durch das chinesische Festland ausgesetzt. Gäste und Besatzungsmitglieder, die innerhalb der letzten 14 Tage vom oder durch das chinesische Festland angereist sind, werden nicht an Bord gelassen. Die Kreuzfahrtbranche ist eine der erfahrensten Branchen, wenn es darum geht, Gesundheitsbedingungen zu überwachen, und die Schiffe verfügen über die entsprechende Ausrüstung. Darüber hinaus stehen Verfahren zur Verfügung, um Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen. Alle Schiffe verfügen über medizinische Einrichtungen, die durchgehend mit Fachpersonal besetzt sind. So kann sichergestellt werden, dass Passagiere im Krankheitsfall zügig behandelt werden und eine weitere Übertragung verhindert wird.

Bei MSC Cruises beträgt die Frist gar 30 Tage, zudem werden bei allen Gästen und der Crew vor der Einschiffung bei jeder Kreuzfahrt weltweit Wärmescans durchgeführt. Personen mit Anzeichen oder Symptomen von Krankheiten wie Fieber über 38 Grad Celsius, Schüttelfrost, Husten oder Atembeschwerden werden von der Einschiffung ausgeschlossen. Auch bei Norwegian Cruise Line beträgt die Frist 30 Tage, ausgeschlossen von dieser Regelung sind Hongkong, Macau und Taiwan. Kosten für aus diesem Grund abgesagte Reisen werde die Kreuzfahrtgesellschaft erstatten. Ausserdem gab NCL bekannt, beim Boarding in Hongkong mit Infrarot-Thermometern die Gesichtstemperatur der Gäste zu messen. Kreuzfahrtgäste, deren Körpertemperatur 38 Grad Celsius oder höher betrage, würden nicht mehr an Bord lassen.

Umrouting für die MSC Splendida und AIDAvita

MSC Cruises ändert das Routing für die MSC Splendida, die statt in Shanghai neu in Singapur ablegt. Dies sei eine reine Vorsichtsmassnahme, obschon es an Bord der Splendida keine gemeldeten Fälle bei Passagieren oder Crew gab. Die Aidavita hält auf der Kreuzfahrt vom 2. bis zum 23. Februar nicht in Hongkong, sondern fährt stattdessen nach Cai Lan in Vietnam.

Mehr Informationen unter: www.cruising.org und www.clia-deutschland.de