Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA begrüßt zwar das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Bekenntnis, Deutschland als maritimen Standort zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu fördern. Die reine Ankündigung flächendeckend für Schiffe in deutschen Häfen Landstrom zur Verfügung zu stellen, reicht dem Lobbyverband aber nicht aus. 

Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA begrüßt zwar das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Bekenntnis, Deutschland als maritimen Standort zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu fördern. Die reine Ankündigung flächendeckend für Schiffe in deutschen Häfen Landstrom zur Verfügung zu stellen, reicht dem Lobbyverband aber nicht aus.

Die CLIA teilt das Ziel, den Schadstoffausstoß der gesamten Schifffahrt weiter zu begrenzen und befürwortet die Entscheidung der drei potenziellen Koalitionsparteien, sich für eine europaweit einheitliche Nutzung von Landstrom in der Schifffahrt einzusetzen. Das gilt auch für einheitliche Genehmigungs- und Nutzungsstandards beim Thema LNG in den Häfen, welche durch die neue Bundesregierung angestrebte werden sollten. „Allerdings ist es nicht damit getan, flächendeckend Landstrom für die deutschen Häfen zur Verfügung zu stellen“, so Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland. „Der Einsatz von Landstrom und alternativen Treibstoffen, wie LNG, kann in absehbarer Zeit nur erhöht werden, wenn dies für Häfen und Reedereien zu ökonomisch vertretbaren und wettbewerbsfähigen Konditionen geschieht. Es gilt also, umweltfreundliche Technologien wirtschaftlich zu fördern.“

Wesentliche Voraussetzung dafür sei die Schaffung einer Infrastruktur in den Häfen, die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit mit umweltfreundlich gewonnener Energie versorgt, die gleichzeitig wirtschaftlich ist. Dazu gehört aus Sicht von CLIA auch, die Landstromversorgung von der EEG-Umlage freizustellen.

Weitere Informationen unter http://www.cliadeutschland.de/