Color Line, die den regelmäßigen Linienverkehr zwischen Kiel und Oslo betreibt, stellt wegen der Coronavirus-Krise rund 2000 Mitarbeiter frei.

Die norwegische Reederei Color Line, die in Deutschland vor allem für den regelmäßigen Linienverkehr zwischen Kiel und Oslo bekannt ist, stellt wegen der Coronavirus-Krise rund 2000 Mitarbeiter frei. Die betroffenen Mitarbeiter sollen aber nicht entlassen werden und Angestellte der Color Line bleiben. Die Beurlaubungen sollen kurzfristig aufgehoben werden können, um sicherzustellen, dass der Fährverkehr schnell wieder in Gang kommt, sobald die staatlichen Behörden den Passagierverkehr zwischen Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland wieder zulassen. Nachdem die norwegische Regierung, um einer Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen, sämtlichen Ausländern die Einreise untersagt hatte, musste die Reederei ihre Passagier-Verbindungen einstellen. Der grenzüberschreitende Gütertransport läuft aber auch per Schiff weiter. Die norwegischen Arbeitnehmer von Color Line sind aufgrund der Sozialgesetzgebung zunächst einmal gut abgesichert: In Norwegen erhalten Arbeitnehmer in diesem Fall für 20 Tage weiter ihren vollen Lohn, danach 80 Prozent der Summe.

Die schwedische Reederei Stena Line musste ihren Passagierverkehr zwischen Schweden, Dänemark, Polen, Deutschland und Lettland einstellen. Stena Line betreibt unter anderem eine tägliche Fährverbindung zwischen Göteborg und Kiel. Im vergangenen Jahr hatte die Stena Line die Zahl ihrer Passagiere auf der Strecke von Kiel nach Göteborg um ein Prozent auf 448 000 erhöht. Aber anders als bei Color Line erwartet jetzt rund 950 Mitarbeiter der Stena Line die Kündigung. Das Management von Stena Lineerwartet, dass sich der Passagierbetrieb nicht vor der Sommersaison, die mit dem Beginn der Sommerferien in Deutschland und Skandinavien startet, normalisieren wird. Stena Line sei daher gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten an die neue Geschäftslage anzupassen.  Dadurch soll aber auch ein ungehindert weiterlaufender Güterverkehr gesichert werden ohne dass die Fährlinie einem zu hohen Kostendruck ausgesetzt wird.

Weitere Informationen unter https://www.colorline.de/service/information-coronavirus