Hier mal ein paar Begriffsklärungen zu Coronavirus, SARS-COV-2 und COVID-19, weil die Vielzahl der Begriffe doch verwirrend ist:

Hier mal ein paar Begriffsklärungen zu Coronavirus, SARS-COV-2 und COVID-19, weil die Vielzahl der Begriffe doch verwirrend ist:

Coronavirus: Dies ist der Begriff für die Virenfamilie. Bislang sind sieben Coronaviren bekannt, die den Menschen befallen können. Vier davon lösen einfache Erkältungen aus und sind ständig im Umlauf. Diese vier Corona-Viren breiten sich langsam aus, weil bereits viele Menschen davon betroffen waren (eine Erkältung hatten) und dadurch bereits immun gegen diesen Virus sind. Fachleute sprechen in diesem Fall von „endemischen“ Viren. Die anderen drei bekannten Corona-Viren sind das SARS-, das MERS- und das jetzt neu aufgetretene SARS-CoV2-Virus, das bis zur Namensgebung durch die Weltgesundheitsorganisation WHO vor allem von den Medien einfach „Coronavirus“ genannt wurde (und auch noch wird). Diese drei Viren treten pandemisch auf – im Unterschied zu einer Epidemie ist eine Pandemie nicht örtlich beschränkt, sondern länder- und kontinentübergreifend, wenn sie nicht eingeschränkt werden kann (z. B. durch Quarantäne, Ausgangssperre etc.) Da der Mensch gegen diese drei Viren nicht immun ist, verbreiten sie sich pandemisch, vor allem befördert durch weltweiten Flugverkehr.

Wie Viren infizieren (Wen das nicht interessiert, unten zu den Begriffen weiterlesen):

Viren mutieren (verändern ihr Erbgut (RNA)): Um uns krank zu machen, müssen Viren ihr Erbgut in unsere Zellen einschleusen.In dieser Wirtszelle angelangt, fädelt sich das Viren-Erbgut in die „Protein-Maschinen“ der Zelle ein. Proteine sind an fast allen biologischen Prozessen beteiligt. Sie werden hauptsächlich von speziellen Proteinfabriken, den Ribosomen, im Zellplasma hergestellt. Auch die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien, verfügen über eigene Proteinproduktionsstätten. Diese Proteinmaschinen produzieren daraufhin fast ausschließlich Viren-Versatzstücke. Diese Stücke setzen sich dann in der Zelle zu Viren-Nachkommen zusammen. Bei Grippe-Erregern (Influenza) dauert das ca. sechs Stunden, dann „schlüpfen“ aus der Wirtszelle neue Grippeerreger, die wiederum weitere Wirtszellen infizieren usw. Damit ist der Reproduktionszyklus komplett. Um das menschliche Immunsystem, das gegen die Eindringlinge Abwehrstoffe entwickelt (das wie führt hier zu weit), auszutricksen, mutieren Viren (auch hier führt das Wie zu weit, wer nachschauen will, Stichworte: Gen-shift, Gendrift, Polymerasen). Die Körperabwehr erkennt dann die veränderten Erreger nicht und muss bei der Grippe deshalb jedes Jahr aufs Neue gegen den sich wandelnden Feind „kämpfen“.

SARS-CoV2: Das ist der offizielle (WHO) Name (Severe Acute Respiratory Syndrome“-Coronavirus-2) für den Erreger, um den es derzeit weltweit geht. Mit dieser Bezeichnung ist das Virus an sich gemeint, welches Krankheitssymptome verursachen kann (von leicht über schwer bis tödlich), aber nicht muss. Nach derzeitigem Wissensstand sind viele mit SARS-CoV2-Infizierte vollkommen beschwerdefrei, können aber andere anstecken. Das trifft vor allem auf Kinder und Jugendliche zu, die statistisch ebenso häufig infiziert sind wie Erwachsene, aber deutlich seltener Symptome zeigen. Entgegen landläufiger Meinung sind nicht nur ältere Menschen gefährdet und zeigen schwerere Symptome, dies zeigt sich gerade in Italien und in Ansätzen auch in Deutschland, wo die Zahl der bereits getesteten Infizierten in der Altersgruppe 35 – 51 derzeit am höchsten ist. Problematisch ist eine Infizierung mit den dadurch ausgelösten Symptomen vor allem bei Vorerkrankungen des respiratorischen Systems (Asthma oder gerade jetzt im Frühling Heuschnupfen) sowie schwacher Immunabwehr 8Krebstherapien), Herzinfarkten, Schlaganfall etc.

COVID-19: So wird die durch das SARS-CoV2 ausgelöste Atemwegserkrankung genannt. Derzeit lernen Ärzte und Wissenschaftler über Covid-19  jeden Tag hinzu. Ein paar Erkenntnisse zum Verlauf einer Infektion und späteren Erkrankung mit dem Virus Sars-CoV-2 gibt es allerdings schon. Und je länger die Pandemie noch anhält, desto genauer werden die Beschreibungen des Krankheitsverlaufs und der beobachteten Symptome ausfallen. Im Mittel dauert es fünf bis sechs Tage von dem Moment der Ansteckung bis zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Symptome auftreten. Die Inkubationszeit kann aber auch bis zu 14 Tage betragen.

Derzeit werden bei Covid-19 Fieber und trockener Husten als häufigste Beschwerden genannt. Sie treten bei mehr als drei Viertel der Patienten auf. Erschöpfung und Gliederschmerzen sind ebenfalls relativ häufig und wurden bei fast der Hälfte der Patienten beobachtet. Kopfschmerzen und Halsschmerzen sind seltener, können aber auch vorkommen. Kurzatmigkeit, die sich bis zur Atemnot steigert, weist eher auf einen schwereren Krankheitsverlauf hin. Sie zeigt sich daran, dass die Atemfrequenz in Ruhe nicht mehr bei den üblichen zwölf bis 16 Atemzügen pro Minute liegt (bei Kindern ist sie höher), sondern auf deutlich mehr als 20 Atemzüge pro Minute ansteigt. Ein weiteres Zeichen besteht darin, bei geringer Anstrengung bereits außer Atem zu kommen, ohne dass dies zuvor in ähnlichen Situationen der Fall gewesen wäre.

 

Weitere Informationen unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

und https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019