In der Elbe vor Cuxhaven ist in der Nacht ein Gefahrgut-Tanker mit rund 9000 Tonnen Gefahrgut an Bord auf Grund gelaufen.

Der in der Elbe vor Cuxhaven auf Grund gelaufene Gefahrgut-Tanker ist nach zwölf Stunden von Bergungsspezialisten des Deutschen Havariekommandos befreit worden. Die 124 Meter lange und 20 Meter breite “Oriental Nadeshiko” ist mit rund 9000 Tonnen Gefahrgut beladen. Mit Hilfe mehrerer Schlepper wurde das Schiff von einer Sandbank gezogen und wird jetzt nach Cuxhaven zur genaueren Untersuchung zurückgebracht.

Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff war gegen 1.00 Uhr morgens plötzlich in der Elbmündung bei Otterndorf stecken geblieben. Die Gründe für die Havarie sind noch unklar, zumal die Gegend gut kartiert ist. An Bord des Tankers befanden sich zum Unglückszeitpunkt 22 Besatzungsmitglieder und ein Lotse. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Das Schiff, das unter panamaischer Flagge fährt, ist vor allem mit Chemikalien beladen, unter anderem zur Herstellung von Lösungsmitteln, Druckfarben und Lacken. Es war vom Elbhafen Bützfleth ausgelaufen und befand sich auf dem Weg ins spanische Tarragona. Die Einsatzleitung hat das Mehrzweckschiff “Neuwerk” übernommen, außerdem sind noch die Schlepper “Wulf 9” und “Wulf 4” vor Ort.  Erst vor zwei Wochen hatte ein Frachter in der Nordsee 291 Container verloren, die noch größtenteils in deutschen Gewässern liegen und noch nicht geborgen sind.