erinnen  der Reederei Deilmann, die Zwillingsschwestern Gesa und Hedda Deilmann, stehen in Lübeck erneut vor Gericht.

Die ehemaligen Geschäftsführerinnen  der Reederei Deilmann, die Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann, stehen in Lübeck erneut vor Gericht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird den beiden 49 Jahre alten Schwestern Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 517 Fällen vorgeworfen. Sie sollen zwischen März 2005 und März 2010 für die Beschäftigten zu wenig oder gar keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt haben. Die Schadenssumme liegt nach Angaben von Ermittlern im siebenstelligen Bereich. Das Gericht hat bislang fünf Verhandlungstage geplant und vier Zeugen.

Urteil aus vorigem Prozess aufgehoben

Im Jahr 2016 hatte das Landgericht Lübeck die beiden Frauen zu jeweils zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Sie sollen zuvor versucht haben, Erbteile noch vor dem Insolvenzantrag der Reederei innerhalb der Familie zu verschieben, um sie dadurch vor dem Zugriff der Gläubiger zu schützen und weniger Erbschaftssteuer zahlen zu müssen. Dieses Urteil wurde aber im vergangenen Jahr vom Bundesgerichtshof wieder aufgehoben. Begründung: Das Landgericht habe seinerzeit die tatsächliche Höhe der Deilmann-Erbschaft nicht ausreichend geprüft. Deswegen muss der Prozess neu aufgerollt werden.