Die Diamond Princess ist im Hafen von Yokohama wegen eines mit dem Corona-Virus infizierten Passagiers unter Quarantäne gestellt worden

Jetzt gibt es den ersten bestätigten Fall eines mit dem Corona-Virus infizierten Passagiers auf einem Kreuzfahrtschiff: Die Diamond Princess ist im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt worden. Ende Januar hat sich ein 80-jähriger Mann an Bord befunden, der nach Abschluss seiner Kreuzfahrt in Hongkong positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist. Die in Miami ansässige Carnival Corporation bestätigte, dass ein Passagier auf dem Princess-Schiff in der Woche nach dem Aussteigen in Hongkong am 25. Januar positiv auf Coronavirus getestet wurde. 50 Prozent der Passagiere sind Japaner, acht deutsche Gäste sind auch an Bord.

Die japanischen Behörden reagierten und halten die Diamond Princess nun für mindestens 24 Stunden in Quarantäne fest, während japanische Beamte die Gesundheit von Besatzungsmitgliedern und Passagieren an Bord überprüfen. Keiner der 2500 Passagiere und 1000 Mannschaftsmitglieder an Bord darf das Schiff verlassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, berichten örtliche Medien.Das Schiff kam nach einer 14-tägigen Rundreise in Yokohama an, die am 20. Januar in Yokohama startete und am 4. Februar zurückkehren sollte. Mindestens sieben Personen sollen sich nach Berichten von US-Medien angeblich unwohl fühlen, die Untersuchungsergebnisse der japanischen Gesundheitsbehörde werden im Laufe des Tages erwartet.

Die Mitgliedsreedereien der Cruise Lines International Association (CLIA) haben unterdessen weitere Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus  ergriffen und lassen niemanden mehr an Bord, der in den vergangenen 14 Tagen in China war. Zur CLIA gehören auch alle große Reedereien wie MSC, Carnival, Costa, Royal Carribean, Norwegian Cruise Line oder TUI Cruises und Aida Cruises.

Die CLIA-Mitgliedsreedereien stehen in engem Kontakt mit Gesundheitsexperten und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt, einschließlich der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Mitgliedsreedereien bewerten und ändern Richtlinien und Verfahren laufend, wenn sich neue Entwicklungen ergeben. Dazu gehören die Änderung von Reiserouten, wo dies angesichts der sich verändernden Umstände erforderlich ist, sowie – in Übereinstimmung mit den geltenden Richtlinien der globalen Gesundheitsbehörden – gegebenenfalls Gesundheits-, Reise- und Kontaktüberprüfungen von Gästen und Besatzungen, die kürzlich aus dem betroffenen Gebiet oder durch das betroffene Gebiet gereist sind. Auf Basis von Screening-Protokollen wird fallabhängig entschieden, ob einem Gast oder einem Besatzungsmitglied das Einschiffen verweigert wird.

Weitere Informationen unter https://www.miamiherald.com/news/business/tourism-cruises/article239917718.html