Aufgrund der sinkenden Pegelstände und damit Niedrigwasser drohen Anbietern von Flusskreuzfahrten auf der Donau und dem Rhein mit seinen Nebenflüssen hohe Einbußen.

Aufgrund der sinkenden Pegelstände und damit Niedrigwasser drohen Anbietern von Flusskreuzfahrten auf der Donau und dem Rhein mit seinen Nebenflüssen hohe Einbußen. Die Hotelschiffe müssen zwischen Straubing und Vilshofen in Niederbayern den Verkehr voraussichtlich ganz einstellen, weil der Wasserstand wegen fehlenden Regens zu niedrig sein wird. Schon vergangenes Jahr wirkte sich das Niedrigwasser auf die Schifffahrt auf der Donau aus, die Veranstalter hatten hohe Einbußen. Voraussichtlich Ende der Woche können wohl vor allem Hotelschiffe teilweise nicht mehr zwischen Straubing und Vilshofen fahren, weil der Wasserstand zu niedrig sein wird. Güterschiffe dürfen dann nur noch einen Teil ihrer Ladung transportieren oder gar nicht mehr fahren. Derzeit hat die Fahrrinne der Donau bei Bogen nur noch eine Tiefe von 1,83 Metern statt 2,50 Meter.

Auch auf dem Rhein droht wegen der anhaltenden Hitzewelle Niedrigwasser und damit Fahrverbote. In Kaub fiel der Wasserstand auf 1,42 Meter, hier sind ansonsten zu dieser Jahreszeit durchschnittlich 2,24 Meter üblich. Neben den Anbietern von Flusskreuzfahrten sind auch dem Rhein vor allem Frachtschiffer betroffen. Der Rhein ist Europas wichtigste Wasserstraße und Lebensader auch für Konzerne und Volkswirtschaft. Auch die Produktion vieler Unternehmen, darunter von DAX-Konzernen wie Bayer, BASF oder Thyssen ist bedroht. Für viele Konzerne entlang des Rheins ist das Niedrigwasser eine existenzielle Gefahr, da wichtige Rohstoffe und Waren von Kohle und Eisenerz über Chemikalien, Düngemittel bis hin zu Autoteilen mit Binnenschiffen transportiert werden. Ein kurzfristiges Ausweichen auf LKW oder Bahn ist wegen der großen Transportmengen nur schwer möglich. Thyssenkrupp Steel beispielsweise bekommt pro Jahr 30 Millionen Tonnen Rohstoffe aus Rotterdam. Im vergangenen Jahr musste Thyssenkrupp wegen des Niedrigwassers Lieferungen an VW einschränken. Aral-Tankstellen ging wegen Lieferengpässen sogar das Benzin aus und die Frachtpreise waren explodiert.