ie Reportage von worldwidewave.de-Autor Ingo Thiel über eine Nordwestpassage zur gesunkenen „HMS Erebus“, ist vom SPIEGEL veröffentlicht worden.

Die Reportage über eine Nordwestpassage mit der „Ocean Endeavour“ bei der auch die Überreste der gesunkenen „HMS Erebus“ besucht wurden, die 2014 nach fast 170-jähriger Suche entdeckt wurde, ist vom SPIEGEL veröffentlicht worden. Sicherlich auch ein Qualitätsbeweis für die Auswahl der Autoren für diesen Blog, die auch bereits für die Süddeutsche Zeitung und andere bekannte Tageszeitungen sowie Magazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschrieben haben.

Die Gäste des Expeditionsschiffes waren die ersten Nicht-Wissenschaftler oder -Offiziellen, die das Wrack besuchen dürfen, denn Veranstalter Adventure Canada hat mit der Nationalparkbehörde Parks Canada, der auch alle historischen Stätten unterstehen, einen exklusiven Vertrag:

https://www.spiegel.de/reise/fernweh/kreuzfahrt-zur-hms-erebus-das-traum-wrack-a-1297475.html

Um herauszufinden, wie man die Ausgrabungsstelle mit diesem historisch so wertvollen Fund der Öffentlichkeit zugänglich machen könnte ohne die Überreste der „HMS Erebus“ zu beschädigen, wurde dieses Pilotprojekt für drei Jahre gestartet. Adventure Canada wurde aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit mit der Nationalparkbehörde im äußersten Norden des amerikanischen Kontinents für dieses Projekt ausgewählt. Der Fund des Wracks gehört zu den größten archäologischen und marinehistorischen Sensationen der vergangenen Jahrzehnte, denn das Schicksal von Franklin und seinen 129 Männern auf den beiden Schiffen „HMS Erebus“ und „HMS Terror“ ist eines der letzten großen Geheimnisse der Polarforschung. Seit 1848 gab es kein Lebenszeichen von der drei Jahre zuvor in England aufgebrochenen Crew, Männer und Schiffe waren verschollen und unauffindbar. Die Franklin-Expedition war die dritte und letzte große Forschungsreise des britischen Polarforschers Sir John Franklin. Ihr Ziel war es, die Nordwestpassage erstmals, und zwar von Ost nach West, vollständig zu durchsegeln, kartografisch zu erfassen und so einen kürzeren Seeweg von Europa nach Asien zu finden.

Doch der Expeditionstrupp traf in der kanadischen Hocharktis auf schlechte Wetterverhältnisse mit viel Eis und kam nicht voran. Zweimal musste die Mannschaft in einigermaßen geschützten Buchten bei Temperaturen von bis zu minus Vierzig Grad überwintern. Dann folgte im Jahr 1847 ein Sommer, der so kalt ist, dass die eingefrorenen Schiffe nicht mehr freikommen. Im darauffolgenden, schnell einsetzenden Winter gingen die gebunkerten Lebensmittel aus. Die verzweifelten Überlebenden verließen die Schiffe und versuchten, zu Fuß über das Packeis zu entkommen. Nach und nach aber rafften Hunger, Kälte und Krankheiten die völlig entkräfteten Männer dahin.