Das deutsche Forschungsschiff Polarstern lässt sich ab September 2019 bis Sommer 2020 für ein Jahr im Packeis der Arktis einschließen.

Das deutsche Forschungsschiff Polarstern wird im September 2019 zu einer der extremsten, modernen Arktisexpeditionen aufbrechen: Das Schiff lässt sich für ein Jahr im Packeis der Arktis einschließen. Ohne eigenen Antrieb wird sich die Polarstern von der Drift des Eises rund 2.500 Kilometer über die Polkappen treiben lassen und damit eine historische Expedition nachahmen. Vor 125 Jahren nahm die Fram des Norwegers Fridtjof Nansen denselben Weg. An der Expedition 2019 sind Forscher aus 17 Nationen beteiligt.  Das Forschungsschiff Polarstern wird am 85 Breitengrad in der Region zwischen Laptwesee und Ostsibirischer See starten. Im Sommer 2020 soll das Schiff dann, wie die Fram, vor Grönlands Nordostküste wieder aus dem Eis kommen. Zeil des „Mosaik“ genannten Forschungsauftrags ist es, den Klimawandel in der Arktis zu beobachten. Während der Drift im Packeis werden u.a. Daten im Meer in bis zu 4.000 Meter Tiefe, im Eis und in der Atmosphäre bis zu 35 Kilometer Höhe gemessen. Daten aus dem Polarwinter von Schiffen gibt es bislang kaum, weil das Eis im Nordpolarmeer von Februar bis Juni selbst für große Eisbrecher oft zu dick ist.

Weitere Informationen unter https://www.awi.de/expedition/schiffe/polarstern.html