Griechenland: die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) hat einen zweitägigen Streik bei den Fähren in der Ägäis und im Ionischen Meer begonnen

In Griechenland bleiben alle Fähren zwei Tage lang im Hafen: Um ihren Forderungen nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen, hat die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) einen zweitägigen Streik bei den Fähren in der Ägäis und im Ionischen Meer begonnen. Ein schnelles Ende des Ausstandes ist nicht in Sicht: Die Gewerkschaft der Fährbediensteten, PNO, hat angekündigt, dass der Streik mindestens bis Mittwoch verlängert wird.

Inseln abgeschnitten

Schiffe legen weder vom wichtigsten Fährhafen Piräus noch von den Inseln ab. Inseln, die über keinen Flughafen verfügen, bleiben dadurch von der Außenwelt abgeschnitten. Nicht betroffen von den Protestaktionen sind die Schiffe zwischen Italien und Griechenland. Die Aktion kommt zum Ende der Sommerferien in Europa und könnte bis 180.000 Reisende betreffen. Der Branchenverband SEEN erklärte, der Ausstand habe zu ernsten Problemen geführt. Touristen säßen auf abgelegenen Inseln fest und hätten keine Möglichkeit, ihre gebuchten Flüge nach Hause anzutreten.

Die Seeleute fordern Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent, wie die Gewerkschaft mitteilte. Zuvor waren die Löhne wegen der Schuldenkrise Griechenlands acht Jahre lang unverändert geblieben. Die Reedereien seien bereit, ein Prozent mehr Lohn ab sofort und ein weiteres Prozent vom 1. Januar 2019 an zu zahlen, teilte der Verband der Reeder der Fähren mit. Das lehnte die Gewerkschaft ab.