In der Hansestadt soll ein Badeponton in der Elbe entstehen. Das Architektenbüro RBA Reimer Breuer hat einen Badeponton entworfen, der am Südufer der Norderelbe schwimmen soll. Standort soll der Bornsteinplatz in Steinwerder werden, nahe des Ausgangs des Alten Elbtunnels

In der Hansestadt soll ein Badeponton in der Elbe entstehen. Das Architektenbüro RBA Reimer Breuer hat einen Badeponton entworfen, der am Südufer der Norderelbe schwimmen soll. Standort soll der Bornsteinplatz in Steinwerder werden, nahe des Ausgangs des Alten Elbtunnels. Bislang ist der Bornsteinplatz ein vergessenes Juwel: Dort können Flaneure faszinierende Blicke auf die Skyline der Stadt genießen, allein es verirren sich nur wenig Besucher nach Steinwerder. Der touristische Höhepunkt eines der faszinierenden Ausblicke der Stadt ist ein Imbisswagen. Der Plan für den Bornsteinplatz – direkt vis à vis der Landungsbrücken – ist so einfach wie bestechend: Ein Betonponton mit Schwimmkammern soll in Steinwerder festmachen, eine Brücke dorthin führen. Auf der 1600 Quadratmeter großen Grundfläche aus Holz sollen ein 25-Meter-Pool und ein Kinderschwimmbecken genauso Platz finden wie Umkleidekabinen und Gastronomie. Sitztreppen führen zu einer zweiten Ebene mit Liegestühlen. Das Bassin wollen Breuer und Reimer als so genannten Infinity Pool konstruieren — also als kantenloses Schwimmbecken, bei dem ein Ende so abgesenkt ist, dass den Eindruck entsteht, das Wasser würde mit dem Elbwasser verschwimmen.

Schon 1864 wurde in Steinwerder das Wilhelminenbad gebaut — zunächst als Badeanstalt für Männer und Knaben. Schon damals lagen Pontons in der Elbe, die das Strandbad vom offenen Fluss abtrennten und Platz für Umkleidekabinen boten. Besonders beliebt waren die Sprungtürme, die bis zu fünf Meter hoch waren. Als 1911 der Alte Elbtunnel fertiggestellt wurde, hatte das Schwimmbad eine direkte Anbindung an St. Pauli. Die Badefreuden in Steinwerder währten dort bis 1954, bis das Hafenwachstum sämtliche Freizeitnutzungen verdrängte. Rund 800 Menschen soll der neue Ponton fassen. Die Kosten veranschlagen die beiden Architekten mit rund drei Millionen Euro.

Weitere Informationen unter https://rba.archi/portfolio/ponton