TUI prüft Optionen für die Ausweitung des Angebots auf andere Märkte, um Hapag-Lloyd Cruises stärker in internationalen Quellmärkten zu vertreiben.

Bislang ist die Luxusreederei Hapag-Lloyd Cruises ein traditionell deutsches Produkt – also vor allem auf Gäste aus dem deutschsprachigen Raum ausgerichtet ist. Die Nachfrage für Luxus-Kreuzfahrten sei aber auch in nicht-deutschsprachigen Ländern vorhanden, meint nun offenbar das Mutterhaus TUI und prüft deshalb strategische Optionen für die weitere Expansion sowie die Ausweitung des Angebots auf andere Märkte, um Hapag-Lloyd stärker in internationalen Quellmärkten zu vertreiben. Aus Sicht des Konzerns kämen verschiedene Wachstums- und Finanzierungsmöglichkeiten infrage, um die Expansion von Hapag-Lloyd Cruises zu unterstützen. Es würden auch Gespräche über Joint-Venture-Strukturen nach dem Vorbild von TUI Cruises geführt. TUI Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit der US-Reederei Royal Caribbean Cruises. Das integrierte Modell sieht vor, dass die ganze Vertriebskette von TUI bedient wird. Die Expansion der Geschäftsfelder Kreuzfahrten und Hotels soll kapitalschonend beschleunigt werden. Die hundertprozentige TUI-Tochter Hapag-Lloyd Cruises in Hamburg betreibt die beiden Luxusschiffe Europa 1 und Europa 2, die neuen Expeditionsschiffe Hanseatic Nature und Hanseatic Inspiration sowie die Bremen. Das Expeditionsschiff Bremen wurde mit Übergabe Anfang Mai 2021 an Scylla verkauft, weil dann das dritte neugebaute Expeditionsschiff der Hanseatic-Klasse, die Spirit, die Flotte verstärkt. Die Auslastung von Hapag-Lloyd Cruises lag im vergangenen Jahr bei 79 Prozent), die Tagesrate stieg von 615 Euro auf 641 Euro an.

Weitere Informationen unter https://www.hl-cruises.de/