Als erster US-Bundesstaat verabschiedete Hawaii ein Gesetz, das den Verkauf von Sonnencreme mit schädlichen Chemikalien darin verbietet.

Als erster US-Bundesstaat verabschiedete Hawaii ein Gesetz, das den Verkauf von Sonnencreme mit schädlichen Chemikalien darin verbietet. Am 1. Januar 2021 tritt es in Kraft. Das Problem bei Sonnencreme sehen Experten vor allem in zwei Inhaltsstoffen: Octinoxat und Oxybenzon, die nun beide in Hawaii verboten sind. Sie werden in Sonnencreme als UV-Filter benutzt, sollen die Haut vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne schützen. Eine mögliche Folge ist aber auch die Schädigung am Erbgut von Fischen und Korallen. Wissenschaftler hatten untersucht, welche Auswirkungen die Chemikalie Oxybenzon auf die Korallen hat. Zunächst vermehren die Korallen sich nicht weiter, dann sterben sie ab. Rund um Hawaii sind schon viele Korallenriffe tot. Die Riffe helfen, das biologische Gleichgewicht im Meer aufrechtzuerhalten. Sie bieten vielen Fischarten Schutz und Laichmöglichkeiten.

Mit dem Thema werden Hawaii-Besucher jetzt schon bei der Anreise im Flugzeug konfrontiert: Jeder Passagier bekommt bei Hawaiian Airlines auf ihren Flügen vom US-Festland nach Hawaii ein Tütchen “Riff-sichere” Sonnencreme. Auch in anderen Bereichen jetzt Hawaii vermehrt auf Nachhaltigkeit. Bereits seit Februar verzichten die Hotels größtenteils auf Plastikstrohhalme und setzen auf  Seifenspender mit umweltfreundlicher Lotion. Auf Oahu gibt es zahlreiche umweltfreundliche Aktionen, an denen auch Touristen teilnehmen können, wie z.B. einheimische Bäume pflanzen oder invasive Pflanzenarten entfernen. Um dem Schutz der Natur noch mehr Bedeutung zu geben, steht der Global Tourism Summit Hawaii, Hawaiis internationale Tourismuskonferenz, die vom 1. bis 3. Oktober 2018 stattfindet, unter dem Motto Nachhaltigkeit.