Hurtigruten übernimmt 100 Prozent der Anteile der Kleven Werft im norwegischen Ulsteinvik, die zwei Expeditionsschiffe für die Reederei baut

Hurtigruten übernimmt 100 Prozent der Anteile der Kleven Werft im norwegischen Ulsteinvik. Die Werft baut derzeit die beiden Expeditionsschiffe Roald Amundsen und Fridtjof Nansen für Hurtigruten. Wegen Problemen musste die Indienststellung beider Neubauten aber verschoben werden. Diese Probleme scheinen größer zu sein als bislang bekannt, denn die Kleven Werft. benötigt nach einem unerwarteten Kostenanstieg bei mehreren Projekten dringend neues Kapital. Hurtigruten stockte daher seine Beteiligung von bislang 40 Prozent auf und besorgte das Geld. Jetzt schießen Investoren, Kunden und Banken 600 Millionen Norwegische Kronen (ca.80 Millionen Euro.) ein.

Die Verzögerung beim Bau der beiden Expeditionsschiffe hat Hurtigruten bereits viel Geld gekostet, denn Reisen der beiden Premierensaisons mussten abgesagt und die bereits gebuchten Passagiere entschädigt werden. Die Roald Amundsen soll statt in diesem Monat ihre Jungfernfahrt erst Ende 2019 absolvieren können. Die Fridtjof Nansen soll statt im Sommer 2019 jetzt erst 2020 in See stechen. Allein bei der Roald Amundsen soll die Reederei rund 3.000 Passagieren Reisepreis und Stornierungskosten für Flüge ersetzt haben. Außerdem erhielten die Gäste Rabatte auf alternative Fahrten von Hurtigschiffen. Für die vorgesehenen Antarktis-Reisen der Fridtjof Nansen 2019/2020 setzt Hurtigruten die Midnatsol ein.

Die beiden Expeditionsschiffe werden Platz für 530 Passagiere bieten und mit einer neuen Motoren-Generation von Rolls-Royce ausgestattet sein. Mit Hilfe von Akkus soll fahren kurzzeitig selbst bei abgeschalteten Generatoren möglich sein. Der neue  Hybrid-Antrieb verursacht besonders geringe Emissionen.

Informationen zu den Schiffen unter www.hurtigruten.de/schiffe/ms-roald-amundsen/