Wegen der Corona-Pandemie wird Hurtigruten die vorübergehende Einstellung des Betriebs verlängern. Alle Expeditionsreisen werden bis zum 12. Mai ausgesetzt.

Update 20.10.: Hurtigruten meldet eine starke Nachfrage nach Kreuzfahrten für die Jahre 2021 und 2022. In Vorbereitung auf die weitere Expansion nach Covid-19 kündigt das Unternehmen an, sein wachsendes Kreuzfahrtgeschäft durch die Gründung einer separaten Einheit für Expeditionskreuzfahrten neu zu definieren: „Für die zweite Hälfte des Jahres 2021 und darüber hinaus sehen wir eine starke Nachfrage in allen Märkten und für alle Reiseziele, einschließlich der norwegischen Küste, der Arktis und der Antarktis“, sagt CEO Daniel Skjeldam. „Die Nachfrage spiegelt unsere Prognose wider, dass Expeditionskreuzfahrten mit all unseren Vorteilen wie kleineren Schiffen, mehr Flexibilität und weniger Gästen nach Covid-19 noch beliebter werden“, so Skjeldam weiter. Skjeldam verantwortet den Betrieb der 15 Schiffe umfassenden Flotte, der in den vergangenen Jahren sowohl hinsichtlich der Anzahl der Schiffe als auch der Reiseziele und Anzahl der Gäste erheblich gewachsen ist. Auf weiteres Wachstum bereitet sich das weltweit tätige Reiseunternehmen durch die Umstrukturierung der Kreuzfahrtaktivitäten in zwei verschiedene Einheiten vor: Hurtigruten Expeditions und Hurtigruten Norwegen.

Die Expeditionskreuzfahrten von Hurtigruten umfassen mehr als 250 Ziele weltweit, von der Nordwestpassage über Grönland, Norwegen und Spitzbergen, die Britischen Inseln bis zur Karibik, Südamerika und der Antarktis. Als CEO der globalen Expeditionskreuzfahrten von Hurtigruten wird Asta Lassesen ernannt. Sie wird die führende Position von Hurtigruten im Expeditionskreuzfahrtbereich weiter entwickeln. Die Hurtigruten Expeditionskreuzfahrtgesellschaft wird eine Flotte von acht kleinen, speziell gebauten und umweltfreundlicheren Expeditionskreuzfahrtschiffen betreiben. Ab 2021 bietet Hurtigruten mehrere neue Reiserouten an – darunter eine komplette Alaska-Saison sowie ganzjährige Abfahrten von Großbritannien und Deutschland. Direkt ab Hamburg können moderne Abenteurer auf den Norwegen-Expeditionen Nordlicht und Mitternachtssonne erleben. Die Routen vereinen Höhepunkte der traditionellen Postschiffroute mit neuen Attraktionen, abseits der ausgetretenen Pfade – im Winter wie im Sommer.

Die traditionelle Hurtigruten Postschiffreise

Ab 2021 wird Hurtigruten die Postschiffroute mit sieben maßgefertigten Schiffen betreiben und als separate Einheit mit einem noch zu benennenden CEO operieren. Hurtigruten ist seit 1893 ununterbrochen an der norwegischen Küste aktiv und verfügt hier über längere und umfassendere Erfahrungen als jede andere Kreuzfahrtlinie. Die legendäre H Postschiffreise, mit 2500 Seemeilen zwischen Bergen im Süden und Kirkenes an der russischen Grenze im Norden, besucht und beliefert 34 Gemeinden entlang der zerklüfteten norwegischen Küste und bietet eine einzigartige Kombination aus lokalen Reisenden, Warentransport und Kreuzfahrtgästen.

Weitere Informationen unter https://www.hurtigruten.de/

 

Update 1 (10.7.2020):

Der Neustart bei Hurtigruten geht weiter: Bis September sollen 14 von 16 Schiffen an der norwegischen Küste und in der Arktis unterwegs sein.  Nachdem die Hurtigruten-Postschiffreisen in Norwegen für norwegische Gäste seit dem 16. Juni wieder möglich sind, sind mittlerweile vier Schiffe der Flotte mit reduzierter Kapazität im Linienbetrieb. Nun sollen Schritt für Schritt weitere Postschiffe eingesetzt werden. Bis Ende September soll die Flotte, die zwischen Bergen und Kirkenes unterwegs ist, auf elf Schiffe wachsen. Hurtigruten rechnet mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkung zum 15. Juli. Dann könnten auch deutsche Reisende wieder an Bord der Postschiffe. Zudem hat Hurtigruten nun Reisen exklusiv für deutsche Gäste aufgelegt. Auf der 15-tägigen Tour „Die schönsten Fjorde unter der Mitternachtssonne“ fährt das neue Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen bis 4. September ab Hamburg nach Norwegen. Auf der Seereise erleben Passagiere unter anderem die Umrundung des Nordkaps sowie die Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord.

Hurtigruten kehrt zudem in die Arktis zurück. Die Hybrid-Expeditionsschiffe Roald Amundsen und Spitsbergen brechen ab Mitte Juli zu sechs- bis 15-tägigen Expeditions-Seereisen rund um den Spitzbergen-Archipel auf.Außerdem hat die Reederei neue Reisen zu den britischen Inseln im Programm: Die kurzen Expeditionen mit der Roald Amundsen starten von Portsmouth (2. September), Liverpool (7. und 17. September) und Glasgow (17. September). Auf der Route geht es unter anderem zu den Scilly-Inseln und in schottische Oban.

Ursprungsmeldung:

Wegen der Corona-Pandemie wird Hurtigruten die vorübergehende Einstellung des Betriebs verlängern. Alle Expeditionsreisen werden bis zum 12. Mai ausgesetzt. Zusätzlich zu den bereits abgesagten Reisen umfasst dies die Abfahrt der Fridtjof Nansen ab Hamburg am 29. April sowie die Abfahrt der Spitsbergen ab Longyearbyen am 6. Mai. Zudem wird die Expeditionssaison der Reederei in Alaska aufgrund der Reisebeschränkung der kanadischen Behörden auf Juli 2020 verschoben. Dies hat zur Folge, dass die Alaska-Abfahrten der Roald Amundsen am 17. Mai, 31. Mai, 12. Juni, 24. Juni und 1. Juli abgesagt werden müssen.

Der reguläre Betrieb der Postschiffe pausiert bis zum 20. Mai. Die erste planmäßige Abfahrt ab Bergen erfolgt am 21. Mai mit der Vesteralen. Hurtigruten verkehrt seit 1893 im Liniendienst an der norwegischen Fjordküste, um die kleinen Orte am Meer zu versorgen. Die Reederei hat aber ihr Alleinstellungsmerkmal bei Postschiffreisen in die norwegischen Fjorde verloren: Der norwegische Staat löst das Monopol für Postschiffreisen komplett auf, sodass ab März nächsten Jahres die Route zwischen Bergen und Kirkenes nicht mehr nur von den Schiffen der Hurtigruten-Reederei bedient wird. Hurtigruten AS muss sich die Konzession für die Küstenroute von 2021 bis 2030 mit der norwegischen Reederei Havila Kystruten teilen. Hurtigruten wird dann nur noch sieben statt wie bisher elf Schiffe in staatlichem Auftrag einsetzen. Der künftige Staatsvertrag läuft zehn Jahre bis 2030.

Weitere Informationen unter https://www.hurtigruten.de/praktische-informationen/coronavirus/

Alle Gäste, deren Reise mit Abfahrtsterminen zwischen dem 21. Mai (dem 13. Mai für Expeditions-Seereisen) und dem 30. September 2020 liegt, können unter diesem Link kostenlos ihre Reisen umbuchen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden diese Reisen voraussichtlich stattfinden: https://www.hurtigruten.de/praktische-informationen/coronavirus/umbuchung/