Wegen der Corona-Pandemie wird Hurtigruten die vorübergehende Einstellung des Betriebs verlängern. Alle Expeditionsreisen werden bis zum 12. Mai ausgesetzt.

Update 1 (10.7.2020):

Der Neustart bei Hurtigruten geht weiter: Bis September sollen 14 von 16 Schiffen an der norwegischen Küste und in der Arktis unterwegs sein.  Nachdem die Hurtigruten-Postschiffreisen in Norwegen für norwegische Gäste seit dem 16. Juni wieder möglich sind, sind mittlerweile vier Schiffe der Flotte mit reduzierter Kapazität im Linienbetrieb. Nun sollen Schritt für Schritt weitere Postschiffe eingesetzt werden. Bis Ende September soll die Flotte, die zwischen Bergen und Kirkenes unterwegs ist, auf elf Schiffe wachsen. Hurtigruten rechnet mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkung zum 15. Juli. Dann könnten auch deutsche Reisende wieder an Bord der Postschiffe. Zudem hat Hurtigruten nun Reisen exklusiv für deutsche Gäste aufgelegt. Auf der 15-tägigen Tour „Die schönsten Fjorde unter der Mitternachtssonne“ fährt das neue Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen bis 4. September ab Hamburg nach Norwegen. Auf der Seereise erleben Passagiere unter anderem die Umrundung des Nordkaps sowie die Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord.

Hurtigruten kehrt zudem in die Arktis zurück. Die Hybrid-Expeditionsschiffe Roald Amundsen und Spitsbergen brechen ab Mitte Juli zu sechs- bis 15-tägigen Expeditions-Seereisen rund um den Spitzbergen-Archipel auf.Außerdem hat die Reederei neue Reisen zu den britischen Inseln im Programm: Die kurzen Expeditionen mit der Roald Amundsen starten von Portsmouth (2. September), Liverpool (7. und 17. September) und Glasgow (17. September). Auf der Route geht es unter anderem zu den Scilly-Inseln und in schottische Oban.

Ursprungsmeldung:

Wegen der Corona-Pandemie wird Hurtigruten die vorübergehende Einstellung des Betriebs verlängern. Alle Expeditionsreisen werden bis zum 12. Mai ausgesetzt. Zusätzlich zu den bereits abgesagten Reisen umfasst dies die Abfahrt der Fridtjof Nansen ab Hamburg am 29. April sowie die Abfahrt der Spitsbergen ab Longyearbyen am 6. Mai. Zudem wird die Expeditionssaison der Reederei in Alaska aufgrund der Reisebeschränkung der kanadischen Behörden auf Juli 2020 verschoben. Dies hat zur Folge, dass die Alaska-Abfahrten der Roald Amundsen am 17. Mai, 31. Mai, 12. Juni, 24. Juni und 1. Juli abgesagt werden müssen.

Der reguläre Betrieb der Postschiffe pausiert bis zum 20. Mai. Die erste planmäßige Abfahrt ab Bergen erfolgt am 21. Mai mit der Vesteralen. Hurtigruten verkehrt seit 1893 im Liniendienst an der norwegischen Fjordküste, um die kleinen Orte am Meer zu versorgen. Die Reederei hat aber ihr Alleinstellungsmerkmal bei Postschiffreisen in die norwegischen Fjorde verloren: Der norwegische Staat löst das Monopol für Postschiffreisen komplett auf, sodass ab März nächsten Jahres die Route zwischen Bergen und Kirkenes nicht mehr nur von den Schiffen der Hurtigruten-Reederei bedient wird. Hurtigruten AS muss sich die Konzession für die Küstenroute von 2021 bis 2030 mit der norwegischen Reederei Havila Kystruten teilen. Hurtigruten wird dann nur noch sieben statt wie bisher elf Schiffe in staatlichem Auftrag einsetzen. Der künftige Staatsvertrag läuft zehn Jahre bis 2030.

Weitere Informationen unter https://www.hurtigruten.de/praktische-informationen/coronavirus/

Alle Gäste, deren Reise mit Abfahrtsterminen zwischen dem 21. Mai (dem 13. Mai für Expeditions-Seereisen) und dem 30. September 2020 liegt, können unter diesem Link kostenlos ihre Reisen umbuchen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden diese Reisen voraussichtlich stattfinden: https://www.hurtigruten.de/praktische-informationen/coronavirus/umbuchung/