Mehrere Nachwuchswissenschaftler werden in den nächsten Wochen auf dem Forschungsschiff Aldebaran die Nord- und Ostsee erkunden.

Mehrere Nachwuchswissenschaftler werden in den nächsten Wochen auf dem Forschungsschiff Aldebaran der Deutschen Meeresstiftung die Nord- und Ostsee erkunden. Die ersten Schüler legten jetzt im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Forschen auf See“ an den Hamburger Landungsbrücken ab. Die Schüler wollen herausfinden, ob sich Bakterien im Wasser durch die Erhöhung der Meerestemperatur und den Klimawandel in der Nordsee weiterverbreiten. Außerdem beschäftigen sich die Jungforscher auf ihrer Reise mit dem Thema Mikroplastik im Meer. Dabei soll unter anderem untersucht werden, ob und wenn ja welche Auswirkungen Plastik auf die Photosynthesefähigkeit von Algen hat. Eine weitere wissenschaftliche Nachwuchsdelegation möchte herausfinden, inwieweit sich durch den unsachgemäßen Umgang mit Antibiotika schon gravierende Auswirkungen auf das Meer feststellen lassen.

Das Medien- und Forschungsschiff Aldebaran gibt es seit 27 Jahren, es soll den Meeresschutz voranbringen. Seit 1992 wurden auf dem Segelschiff Hunderte internationale Projekte durchgeführt. Das Schiff hat ein kleines wissenschaftliches Labor sowie hochwertige Medientechnologie an Bord. Die Wissenschaftler können ihre Beobachtungen vor Ort zu Berichten verarbeiten, sogar Live­sendungen per Satellit sind möglich.

Um schon Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für das größte Ökosystem auf der Erde zu vermitteln, wurde  2005 der Wettbewerb „Forschen auf See“ ins Leben gerufen. Viele Jungforscher haben seitdem Experimente auf der „Aldebaran“ durchgeführt, ein Team gewann mal bei „Jugend forscht“, und der Meereswettbewerb wurde von der Unesco als Uno-Dekade-Projekt für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter http://www.aldebaran.org/index.php