Kanada hat den Bann für Kreuzfahrtschiffe verlängert und lässt bis Oktober 2020 keine Ozeanliner mit mehr als 100 PAX in ihre Häfen.

Update 5.2.2021: Die kanadische Regierung hat beschlossen, keine Kreuzfahrtanläufe bis Anfang des Jahres 2023 zuzulassen. Damit wird das zuvor bis Ende Februar 2021 geltende Verbot für Kreuzfahrten in kanadischen Gewässern aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr bis Ende Februar 2022 verlängert. Die Bestimmung gilt für Vergnügungsschiffe, die mehr als 100 Passagiere transportieren können. Für die arktischen Regionen gilt das Verbot auch für kleinere Schiffe. Nicht betroffen sind Services wie Fähren oder Wassertaxis für den lokalen Verkehr.

Kanada selbst ist kein so häufiges Ziel von Kreuzfahrten, aber trotzdem ist dieses Verbot eine Hiobsbotschaft für die Kreuzfahrtindustrie, vor allem für Linien wie Princess Cruises und HollandAmerica Line: denn eines deren Hauptfahrgebiete ist Alaska und die Regelung der kanadischen Behörden trifft in erster Linie die wichtige, von Mai bis Oktober von vielen US-Reedereien hoffnungsvoll geplante Alaska-Saison und den Abfahrtshafen Vancouver. Aber selbst ab Seattle sind in der Regel Anläufe in kanadischen Häfen üblich bis Alaska erreicht ist und auch diese müssen jetzt wegfallen. Falls die US-Behörden es zulassen, könnten diesen Sommer allenfalls einzig kleinere, lokal operierende Anbieter und Fähren – ohne kanadische Häfen und Gewässer nutzend – in Alaska aktiv sein.

Aber nicht nur Kreuzfahrten nach Alaska sind von diesem erneuten Verbot betroffen: Auch die beliebten herbstlichen Indian-Summer-Routen entlang der Ostküste Kanadas, Kreuzfahrten auf den Großen Seen oder Expeditionen in die kanadische Arktis wie die Durchquerung der Nordwest-Passage fallen damit bis Anfang 2023 weg. Die kanadische Regierung hat zudem ihre Empfehlung für die Bevölkerung erneuert, weiterhin grundsätzlich auf Schiffsreisen außerhalb Kanadas zu verzichten.

Weitere Informationen unter https://www.wsj.com/articles/canada-extends-cruise-ban-by-a-year-until-february-2022-11612470951

 

Update (10.11.):

Die Restriktionen der Regierung von Kanada beziehen sich auf Passagierschiffe, die 100 oder mehr Passagiere befördern. Kanada hat das Verbot erstmals am 19. März erlassen und zuletzt Ende Mai bis zum 31. Oktober verlängert. Jetzt gilt der wegen der Corona-Pandemie von der Behörde Transport Canada verhängte Kreuzfahrt-Bann für kanadische Gewässer mindestens bis 28. Februar. Das Verbot gilt für alle Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Passagieren in kanadischen Gewässern. Dazu kommt noch eine Sonderregel: Passagierschiffe mit mehr als 12 Personen dürfen keine arktischen Küstengewässer wie Nunatsiavut, Nunavik und die Labrador-Küste anfahren.

Weitere Informationen unter https://www.cruiseindustrynews.com/cruise-news/23780-canada-extends-cruise-ship-ban-through-february.html

Ursprungsmeldung: Die kanadische Regierung hat den Bann für Kreuzfahrtschiffe verlängert und lässt bis Oktober 2020 nicht nur keine Ozeanliner mehr in ihre Häfen, sondern auch nicht in ihre Gewässer.  Dabei wurden hat die Restriktionen für Kreuzfahrtschiffe nicht nur verlängert, sondern auch noch verschärft: Das derzeit noch geltenden Hafenverbot wegen der Corona-Pandemie gilt für Kreuzfahrtschiffe ab 500 Passagiere, ab 1. Juli trifft es schon alle Urlaubsdampfer mit einer Übernachtungskapazität ab 100 Personen. “Unsere Regierung setzt sich für den Schutz der Kanadier ein, insbesondere in diesen schwierigen Zeiten”, sagte Marc Garneau, Kanadas Verkehrsminister, in einer Erklärung. “Aus diesem Grund kündige ich aktualisierte Maßnahmen für Kreuzfahrtschiffe und andere Passagierschiffe in Kanada an.” Dazu gehört, dass größere Kreuzfahrtschiffe bis zum 31. Oktober 2020 nicht in kanadischen Gewässern eingesetzt werden dürfen. ”

Das ursprüngliche Verbot, das im März erlassen wurde, besagte, dass Schiffe mit mehr als 500 Personen an Bord laut erst wieder am 1. Juli in Kanada anlegen durften. Minister Garneaus aktualisierte Maßnahmen erweitern und verschärfen dieses Verbot. Während Kanadas Kreuzfahrtverbot bis in den Herbst verlängert wurde, läuft die No-Sail-Verordnung des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention am 24. Juli aus. Experten spekulieren nun, ob auch die No-Sail-Order noch einmal verlängert wird. Dies würde gerade die vor allem in US-amerikanischen Heimathäfen stationierten Flotten von Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean, der Carnival Corporation und Disney Cruise Line empfindlich treffen. Carnival hatte erst kürzlich angekündigt mit zunächst acht Kreuzfahrtschiffen Anfang August den Betrieb wieder aufnehmen zu wollen.

Weitere Informationen unter https://eu.usatoday.com/story/travel/cruises/2020/05/29/canada-cruises-ban-no-large-ships-until-november-amid-coronavirus/5283450002/