Die meisten Kreuzfahrtschiffe sind mittlerweile im Häfen, aber noch sind 11 Schiffe mit Passagieren an Bord auf dem Weg in Häfen, die sie anlaufen können.

Die meisten Kreuzfahrtschiffe sind mittlerweile in Häfen rund um die Welt, aber noch sind einige Kreuzfahrtschiffe mit Passagieren an Bord auf der Suche nach oder dem Weg in Häfen, die sie anlaufen können. Die MS ASTOR von TransOcean Kreuzfahrten mit 371 Passagieren und 277 Crewmitgliedern aus 21 Nationen an Bord, hat auf Grund der Corona-Krise die 123-tägige Weltreise abgebrochen. Derzeit ist das Kreuzfahrtschiff im Atlantik Richtung Kapverdische Inseln unterwegs. Es befindet sich seit dem 17. März 2020, dem Zeitpunkt, an dem die Weltreise abgebrochen wurde, auf hoher See. Nach einem letzten geplanten technischen Stopp zur Ladung von Treibstoff und Frischwasser am 7. April 2020 in Lissabon, nimmt die ASTOR auf Bremerhaven Kurs, wo sie am 12. April ankommen soll.

Noch sind zwei Kreuzfahrtschiffe von Phoenix reisen unterwegs: Die MS Albatros, die sich in Asien befand, soll bis spätestens 7. April Bremerhaven erreichen. Zurzeit sind die rund 820 Passagiere auf hoher See. Die Reisenden auf der MS Albatros waren zunächst nach Bali geflogen und dort an Bord gegangen, durften aber seit Reisebeginn am 7. März wegen der Ausbreitung des Coronavirus nur ein einziges Mal an Land gehen. Den weitesten Weg hat die von Australien kommende Artania vor sich. Sie sollte eigentlich am 18. April in Bremerhaven ankommen. Die Artania liegt aber nach einem Coronavirus Ausbruch an Bord derzeit mit noch 16 Gästen an Bord vor dem australischen Perth fest und soll nach Freigabe nach Deutschland reisen.

Auch ein Kreuzfahrtschiff von Princess Cruises hat noch Passagiere:   Die Pacific Princess war zuletzt das australische Melbourne angelaufen, um aufzutanken und Proviant sowie Wasser zu bunkern. Gäste oder Besatzungsmitglieder durften aber nicht von Bord gehen. Die jetzt noch 115 Gäste an Bord durften aufgrund von Erkrankungen, die aber nicht mit dem Coronavirus zusammenhängen, nicht vorzeitig nachhause fliegen. Das Schiff fährt jetzt über Hawaii zurück nach Los Angeles, wo es in knapp drei Wochen ankommen soll. An Bord der Coral Princess soll eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Menschen grippeähnliche Symptome haben. Die mehr als 1.000 Gäste wurden daraufhin in ihren Kabinen unter Quarantäne gestellt. Es sollen mindestens zwölf Menschen mit dem Corona-Virus infiziert sein. Alle Mahlzeiten werden vom Zimmerservice geliefert. Besatzungsmitglieder bleiben in ihren Kabinen, wenn sie nicht arbeiten.

Cunards Atlantikliner Queen Mary 2 ist mit 264 Passagieren auf dem Weg von Südafrika nach Southampton. Die meisten Gäste waren vorzeitig am 14. und 15. März im australischen Fremantle von Bord gegangen, um nachhause zu fliegen. Das Schiff machte am 31. März noch einen technischen Stopp in Durban, Südafrika, und ist auf dem Weg in die südenglische Hafenstadt.

Die MSC Magnifica mit einer Kapazität von mehr als 2.500 Passagieren und mit etwa 360 Deutschen an Bord musste ihre Weltreise abbrechen und durfte keinen Hafen in Australien anlaufen. Vor dem Ausbruch des Coronavirus hatte das Schiff Hobart, Sydney und Melbourne angefahren. Das 2010 in Hamburg getaufte Kreuzfahrtschiff sollte seine Reise vorzeitig in Dubai beenden, nur lassen die Vereinigten Arabischen Emirate derzeit keine ausländischen Schiffe mehr anlegen. Der nächste technischer Stopp ist für den 6. April in Colombo, Sri Lanka, geplant. Von dort aus soll das Schiff in Richtung Europa fahren, weitere Stopps zum Bunkern und Zielhafen sind noch nicht klar.

P & O Cruises hat noch ein Schiff auf See, die Arcadia mit 1.404 Gästen an Bord. Die Arcadia soll am 8. April einen technischen Stopp in Teneriffa einlegen und dann nach England zurückkehren. Die Ankunft in Großbritannien ist für den 12. April vorgesehen.

Die Costa Deliziosa befindet sich aktuell auf dem Weg nach Italien, wo sie für den 26. April erwartet wird. Derzeit liegt das italienische Kreuzfahrtschiff für einen technischen Stopp zur Bunkerung von Treibstoff und Lebensmitte in Muscat.

Die MS Columbus von Cruise & Maritime Voyages (CMV), die unlängst mit der Vasco da Gama vor Phuket auf offener See Passagiere ausgetauscht hat, soll nach einem Halt in Malta ins englische Tilbury reisen. Die Vasco da Gama befand sich mit überwiegend australischen Gästen auf ihrer 49-tägigen Reise von Singapur über Tilbury nach Kiel. Die Columbus war auf ihrer viermonatigen Weltreise. Die ungewöhnliche Rückführungsaktion dauerte etwa fünf Stunden und umfasste den Austausch von über 500 Gepäckstücken, 239 Passagieren sowie die Übergabe von Lebensmitteln.

Die aktuelle Position der Kreuzfahrtschiffe findet man unter https://www.cruisemapper.com/ oder https://schiffsradar.org/