Der Landstrom als klimafreundliche Variante für Schiffe während der Liegezeiten im Hafen soll deutlich billiger werden. Die Bundesregierung plant, die für Landstrom erforderliche Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf 20 Prozent reduzieren

Der Landstrom als klimafreundliche Variante für Schiffe während der Liegezeiten im Hafen soll deutlich billiger werden. Die Bundesregierung plant, die für Landstrom erforderliche Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf 20 Prozent reduzieren. Das bedeutet: Statt 6,4 Cent pro Kilowattstunde werden künftig nur noch 1,28 Cent fällig. Durch die Reduzierung der EEG-Umlage auf 20 Prozent wird die Nutzung von Landstrom für die Reedereien wirtschaftlicher.

Bislang betreibt Hamburg eine Pilotanlage für Landstrom am Kreuzfahrtterminal in Altona. Das Angebot wird derzeit aber wegen der hohen Kosten für die Reedereien kaum genutzt. Es ist wirtschaftlicher, die klimabelastenden Dieselaggregate der Schiffe während der Liegezeiten weiterlaufen zu lassen. Bislang ist der “saubere Strom” aber um ein Mehrfaches teurer als der von den Dieselaggregaten der Schiffe selbst produzierte.

Neben der Änderung des EEG-Gesetzes und weiterer Verordnungen plant die Bundesregierung, ein Investitionsförderprogramm aufzulegen, um Länderprogramme zum Bau von Landstromanlagen mitzufinanzieren.  eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe bereitet weitere konkrete Vorschläge für einen wirtschaftlichen Betrieb von Landstromanlagen vor. In Hamburg sollen zusätzliche Landstromanlagen im Hafen installieren. Vier weitere Standorte sind geplant – für Kreuzfahrt- und erstmals auch für Containerschiffe.