Weil ein Gas-Tanker auf der Elbe hochexplosives und gesundheitsgefährdendes Gas verlor, mussten mehr als 200 Menschen in Stade ihre Häuser vorübergehend verlassen. Die 120 Meter lange “Bow Guardian” hatte am Industriehafen bei Stade-Abbenfleth angelegt, um tiefgekühltes, flüssiges Gas zu löschen. Die Behörden richteten einen Gefahrenbereich ein, die Wasserschutzpolizei sperrte den Schiffsverkehr auf der Elbe in einem 1000-Meter-Radius rund um den Tanker für mehrere Stunden.  auch die Elbe war während des Einsatzes für den Schiffsverkehr gesperrt.

Anwohner mehrerer Ortschaften wurden per Radiowarnmeldung gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Ein Leck an einer der Pumpen habe dazu geführt, dass sich ein Überdruckventil geöffnet habe, aus dem das Gas entwich, teilte die Polizei mit. Experten werden heute das Schiff begutachten, die “Bow Guardian” darf erst wieder weiterfahren, wenn sie von der Polizei freigegeben wurde.