Am Wochenende (6./7. Oktober) soll die AIDAnova von der Meyer Werft in Papenburg über die Ems zur Nordsee überführt werden, es wird einen Livestream geben

 

Schiffsbegeisterte und Fans der großen Luxusliner müssen sich noch etwas gedulden: Erst zwölf Stunden – also eine Tide – später als ursprünglich geplant soll am Montagabend das neue Kreuzfahrtschiff AIDAnova von der Meyer Werft in Papenburg (Landkreis Emsland) über die Ems zur Nordsee überführt werden. Den neuen Termin gab die Meyer Werft am Sonntag bekannt. Grund für die Verschiebung ist der noch nicht ausreichende Wasserstand am Montagmorgen. Am Montagnachmittag soll dieser dann voraussichtlich erreicht sein, heißt es. NDR.de überträgt die Emspassage ab etwa 18.45 Uhr am Montag im Livestream.

ACHTUNG: ZEITPLAN UNTEN GEÄNDERT!!!

ALLE ANDEREN INFOS SIND NOCH GÜLTIG!

Das neue Kreuzfahrtschiff der Rostocker Reederei AIDA Cruises, die AIDAnova, wird voraussichtlich am Montag, den 8. Oktober die Meyer Werft in Papenburg verlassen und auf der Ems nach Eemshaven (Niederlande) überführt. Die Ankunft in Eemshaven ist am Dienstag, 9. Oktober vormittags geplant. Später wird das Schiff für mehrere Tage die technische und nautische Erprobung auf der Nordsee absolvieren. Die Passage der AIDAnova über die Ems wird mit Unterstützung des Emssperrwerkes erfolgen. Die Dauer der Passage wird möglichst kurz gehalten. Weitere Informationen zur Funktion und zum Betrieb des Sperrwerkes unter: www.nlwkn.niedersachsen.de.

Für die Emspassage gilt folgender Zeitplan, der sich entsprechend der Wetter- und Tidebedingungen kurzfristig verschieben kann:

Montag, 08. Oktober 2018

  1. 07:00 Uhr Leinen los  (Papenburg)
  2. 08:00 Uhr Passieren der Dockschleuse (Papenburg)
  3. 14:30 Uhr Passieren der Friesenbücke (Weener)
  4. 19:00 Uhr Passieren der Jann-Berghaus-Brücke (Leer)
  5. 23:15 Uhr Ankunft Emssperrwerk (Gandersum)

Dienstag, 09. Oktober 2018

  1. 01:00 Uhr Passieren Emssperrwerk
  2. 02:30 Uhr Passieren Emden
  3. 09:00 Uhr Ankunft Eemshaven

 

!!Alle Angaben sind vorbehaltlich der Wind- und Wetterlage, der Wasserstände

  und somit ohne Gewähr. Zeitverschiebungen sind kurzfristig möglich!!

 

Die Überführung des Schiffes wird erneut vom Team der Lotsenbrüderschaft Emden durchgeführt. Die Emslotsen haben auch in den Vorjahren die Schiffe der MEYER WERFT überführt. Das gesamte Überführungsteam trainierte dieses Manöver am computergesteuerten Simulator in Wageningen (Niederlande), um so noch besser vorbereitet zu sein.

 

Die AIDAnova wird die Emspassage in Richtung Nordsee wieder rückwärts zurücklegen. Diese Art der Überführung hat sich aufgrund der besseren Manövrierfähigkeit bewährt. Die Überführung bewältigt das Schiff mit Unterstützung zweier Schlepper.

Das 183.900 BRZ große Kreuzfahrtschiff gehört zu den bisher größten in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffen und wird das erste Kreuzfahrtschiff sein, das komplett mit LNG betrieben werden kann. Nachdem die technische und nautische See-Erprobung auf der Nordsee erfolgt ist, wird das Schiff am 15. November 2018 an die Reederei übergeben.

 

Auf der MEYER WERFT geht die Arbeit an weiteren Schiffen unterdessen mit Hochdruck weiter: Im Baudock II der Werft wird bereits an der Spectrum of the Seas    für die Reederei Royal Caribbean Cruises gearbeitet, die im Frühjahr 2019 fertig gestellt wird. Im Baudock I der Meyer Werft entsteht die Spirit of Discovery für die englische Reederei Saga und die Fertigstellung ist für Sommer 2019 vorgesehen.

MEHRERE NADELÖHRE

Denn es gibt auf der rund 40 Kilometer langen Strecke die Ems hinunter bis ins offene Meer mehrere Nadelöhre: Neben der Dockschleuse der Meyer Werft selbst, sind vor allem die Friesenbrücke bei Weener, die Jann-Berghaus-Brücke in Leer und das Emssperrwerk in Gandersum neuralgische Punkte. Der vergleichsweise kleine Fluss wird dazu extra aufgestaut und bietet für die riesigen Schiffe auch an allen anderen Stellen nur einen geringen Spielraum zum Manövrieren. Die Emsüberführung erfordert deshalb höchste Konzentration bei allen Beteiligten. Damit sich die Kreuzfahrtschiffe besser steuern lassen, werden Sie von mehreren Schleppern gezogen und fahren rückwärts. Zahlreiche Sehleute werden vom Ufer aus beobachten, wie sich die AIDAnova durch die Landschaft schiebt. Viele Zuschauer finden sich meist vor allem an den oben genannten besonders kniffligen Stellen ein. Das Kommando bei der Emsüberführung hat Werftkapitän Wolfgang Thos.

DIE BESTEN PLÄTZE FÜR SHIPSPOTTER

Zu den besten Schauplätzen während der Emsüberführung zählen die folgenden Spots:

  • Jann-Bergaus-Brücke: Hier treffen sich viele Kreuzfahrtfans. Da die Brücke zentral liegt und ein enges Nadelöhr ist, gibt es tolle Fotogelegenheiten. Nachteil: man muss früh da sein, um einen guten Platz zu ergattern.
  • Mitling-Mark: In dem kleinen Ort sieht man die gigantischen Ausmaße der Ozeanriesen im Vergleich zu den umliegenden Häusern und der platten Landschaft am besten
  • Ferstenborgum: Deutlich weniger Schaulustige sind meist im kleinen Ort Ferstenborgum anzutreffen. Auf dem Deich hat man einen schönen Blick auf die Ems und kann die Überführung gut beobachten. Die Parkmöglichkeiten vor Ort sind aber sehr begrenzt.

ERSTES LNG-SCHIFF

Die AIDAnova ist das erste Schiff, das nur mit dem umweltfreundlicheren Flüssiggas  angetrieben werden kann. Allerdings kann das neue Kreuzfahrtschiff erst am Zielort, dem niederländischen Eemshaven, mit dem Treibstoff betankt werden. Laut einem Werftsprecher ist das Tanken von LNG aus technischen Gründen in Papenburg nicht möglich Die Maschinen des Schiffes während der Ems-Passage also mit herkömmlichem Marinediesel angetrieben. Nach der Emsüberführung von AIDAnova wird das erste Schiff der Helios-Klasse noch einige Zeit an der Pier liegen. Dort bekommt das Schiff die Endausrüstung, die Übergabe ist für November 2018 geplant. Die ersten offiziellen Reisen laut Katalog starten im Dezember, vorher macht die AIDAnova bereits ab dem 15.November von Bremerhaven aus verschiedenen Kurzreisen in Nordeuropa.

Der genaue Zeitpunkt der Emsüberführung wird von der Meyer Werft gegen Ende dieser Woche bekanntgegeben. Der NDR wird unter www.ndr.de die Emsüberführung im Livestream zeigen, eventuell gibt es auch Live-Bilder aus und von der Meyer Werft selbst.