Der Standort für ein neues Kreuzfahrtterminal für große Schiffe an der Nordermole in Travemünde ist für Politiker der Hansestadt nicht umsetzbar.

Der vom Verein Lübeck Cruise vorgeschlagene Standort für ein neues Kreuzfahrtterminal mit Anleger für große Schiffe an der Nordermole in Travemünde ist für Politiker und Verwaltung der Hansestadt nicht umsetzbar. Stattdessen arbeite die Verwaltung an einer neuen Tourismusstrategie, die im Frühjahr 2019 präsentiert werden soll und in dem der Vorschlag nach Angaben von Bürgermeister Jan Lindenau nicht aufgegriffen wird. Damit werden Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von mehr als 200 Metern Lübeck auch zukünftig nur in Ausnahmefällen anlaufen können, wie die Queen Elizabeth der britischen Reederei Cunard Line, die am Skandinavienkai festmachen durfte. Mit dem Beschluss verabschiedet sich Lübeck vorerst aus einem rasant wachsenden Markt und überlässt das Feld den Kreuzfahrthochburgen Hamburg, Kiel und Warnemünde. Selbst Bremerhaven und Wismar hängen Lübeck mittlerweile ab. Alles nicht so schlimm, meinte in der Debatte ein Fraktionsführer im Lübecker Senat, 2dann kämen die Touristen halt mit Bussen aus Kiel nach Lübeck.