Da am Ostpreußenkai in Travemünde nur Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge bis zu 200 Meter anlegen können, schlägt der Verein Lübeck Cruise ein neues Terminal an der Nordermole vor. Dort könnten dann auch problemlos Schiffe wie die Queen Elizabeth festmachen, die mit ihren 293 Meter Rekordhalterin in Travemünde ist

Da am Ostpreußenkai in Travemünde nur Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge bis zu 200 Meter anlegen können, schlägt der Verein Lübeck Cruise ein neues Terminal an der Nordermole vor. Dort könnten dann auch problemlos Schiffe wie die Queen Elizabeth festmachen, die mit ihren 293 Meter Rekordhalterin in Travemünde ist, aber auch bei ihrem erneuten Anlauf am 7. August 2018 weiter hinten in der Trave am Skandinavienkai liegen muss.

Mit einem neuen, modernen Anleger hält Lübeck Cruise rund 70 Anläufe pro Jahr für realistisch, in diesem Jahr kommt Lübeck auf  neunzehn Anläufe von Kreuzfahrtschiffen. Das neue Terminal an der Travemündung soll nach Schätzungen circa 70 bis 80 Millionen Euro kosten und angesichts der klammen Haushaltslage Lübecks von Investoren aufgebracht werden. Der Vorschlag soll nun in das touristische Entwicklungskonzept eingearbeitet werden.

An dem Vorschlag gibt es aber bereits heftige Zweifel. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Ulrich Krause, hält den Standort – direkt am Badestrand – für keine gute Idee und argumentiert, dass  die Badegäste am Kurstrand dann nicht nur künftig unmittelbar unter den Augen der Kreuzfahrtpassagiere liegen, sondern auch direkt neben Kreuzfahrtschiffen mit unter Umständen laufenden Dieselmotoren.

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