Die Regionalregierung von Mallorca erhöht die Touristensteuer auch für Kreuzfahrer. Der Etat-Entwurf für 2018 sieht vor, jeden Kreuzfahrt-Touristen zur Kasse zu bitten, und zwar unabhängig von der Verweildauer in den Balearen-Häfen.

Die Regionalregierung von Mallorca erhöht die Touristensteuer auch für Kreuzfahrer. Der Etat-Entwurf für 2018 sieht vor, jeden Kreuzfahrt-Touristen zur Kasse zu bitten, und zwar unabhängig von der Verweildauer in den Balearen-Häfen. Bislang wird die Übernachtungssteuer nur von Passagieren verlangt, die sich hier länger als zwölf Stunden aufhalten. Außerdem wurde der Steuersatz zwischen Mai und Oktober auf zwei Euro pro Tag verdoppelt. In den Wintermonaten November bis April beträgt die Steuer 0,50 Cent pro Tag und Kopf.

Zahlen müssen dies zunächst die Reedereien der anlaufenden Schiffe. Letztendlich kann man aber davon ausgehen, dass dies natürlich in den nächsten Jahren in die Kreuzfahrtpreise eingerechnet wird. Schließlich möchten sich gerade die Reedereien mit großen Schiffen und vielen Abfahrten ja nicht die Bilanz vermiesen. Betroffen sind vor allem Reedereien, die Palma als Basishafen für ihre Abfahrten nutzen, wie beispielsweise AIDA.

Die Kreuzfahrt-Branche macht deshalb auch mobil gegen die Ecotasa: Die Cruise Lines International Association (CLIA), die 45 Reedereien vertritt, hat mehrere Einsprüche gegen den Haushaltsplanentwurf der Balearen-Regierung formuliert. Sollten die Steuerpläne nicht zurückgenommen werden, so die Interessenvertretung der Unternehmen, riskierten die Balearen, ihre Konkurrenzfähigkeit zu verlieren.

Informationen zur CLIA unter http://www.cliadeutschland.de/