Die Initiative Maritime LNG Plattform, sieht die Kreuzfahrt als Vorreiter für die gesamte Schifffahrt:

Die Initiative Maritime LNG Plattform, sieht die Kreuzfahrt als Vorreiter für die gesamte Schifffahrt: Bei neu bestellten Kreuzfahrtschiffen sei fast immer der Antrieb mit dem verflüssigten Erdgas vorgesehen oder zumindest möglich. Auch Fähren würden zunehmend mit LNG- oder Dual-Fuel-Motoren in Auftrag gegeben, die mit verschiedenen Kraftstoffen betrieben werden können. Von einem Durchbruch in der gesamten Schifffahrt könne jedoch trotz größerer Fortschritte noch nicht gesprochen werden, so der Gründer der LNG Plattform und frühere Hamburger Bürgermeister Ole von Beust. Weltweit können bei einer Flotte von rund 50.000 Seeschiffen schätzungsweise 200 Schiffe mit LNG fahren oder sind darauf vorbereitet, also weniger als ein Prozent. Das verflüssigte Erdgas verringert den Ausstoß der Schiffe von Schwefel, Stickoxiden und Feinstaub auf nahezu Null und auch von Kohlendioxid um 20 Prozent. Auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD im Bund wird die LNG-Förderung erwähnt. Außerdem sind bereits Förderanträge für 30 weitere LNG-Schiffe gestellt worden.

Die Maritime LNG Plattform mit Sitz in Hamburg und Berlin wurde im Februar 2014 gegründet und stellt einen Zusammenschluss von mittlerweile mehr als 100 nationalen und internationalen Unternehmen, Häfen, Verbänden und Initiativen dar. Die Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, durch den Einsatz von LNG (Liquid Natural Gas, Flüssigerdgas) zu einer deutlichen Reduktion von Emissionen, wie SOx, NOx, CO2 sowie Feinstaub, und somit zu einer saubereren, aber auch ökonomischeren See- und Binnenschifffahrt zu gelangen. Des Weiteren setzt sich die Plattform für die Förderung, wasserseitiger, LNG-basierter Stromversorgung für Fracht- und Kreuzfahrtschiffe und die Umsetzung nachhaltiger Energie- und Mobilitätskonzepte mit LNG-Nutzung im Wasser- und Landverkehr ein. Der Ansatz der Plattform ist multinational und wettbewerbsübergreifend und bündelt bestehendes Knowhow, beispielsweise aus dem europäischen Ausland, wie in Norwegen, Schweden oder den Niederlanden, in denen  LNG bereits seit Jahren etabliert ist.

Die sind die Ziele der Maritime LNG Plattform:

  • In 5 Jahren mindestens 50 zusätzliche Schiffein deutschen Häfen mit LNG neu zu betreiben. Dabei kommt dem Staat als Betreiber von mehr als 700 Schiffen eine „First Mover“ Funktion zu.
  • In 5 Jahren mindestens 5 Häfenin Deutschland, die die Versorgung der Schifffahrt mit LNG sicherstellen.
  • 250 versorgte Hafenaufenthalte von Schiffen pro Jahr,  die wasserseitig mit LNG Landstrom versorgt werdeninnerhalb 3 Jahren
  • Durch die vorgenannten Maßnahmen eine konkrete und messbare Reduzierung von SOx, NOx, CO2und Feinstaub.

 

Weitere Informationen unter http://www.lng-info.de/de/die-plattform/