Nach Infektionen in einem Restaurant in Leer müssen Teile der Chefetage und des Betriebsrates der Meyer Werft wegen des Corona-Virus in Quarantäne.

Nach den Infektionen in einem Restaurant in Leer müssen Teile der Chefetage und des Betriebsrates der Papenburger Meyer Werft wegen des Corona-Virus in Quarantäne. Es gibt offenbar eine Verbindung zu den Infektionen im Restaurant „Alte Scheune“ in Jheringsfehn: Nachdem sich 18 Menschen offenbar im Rahmen einer Restaurant-Feier im Landkreis Leer mit dem Coronavirus infiziert haben, gibt es Kritik an der Personalchefin der Papenburger Meyer Werft. Sie soll zu den Infizierten gehören, die sich bei der besagten Feier angesteckt haben. In der Woche nach der Feier hatte sie an mehreren Sitzungen teilgenommen, an denen unter anderem sowohl Teile der Chefetage als auch Mitglieder des Betriebsrats der Meyer Werft beteiligt waren. Daraufhin wurden die betroffenen Teilnehmer der Meetings in häusliche Quarantäne geschickt, darunter auch der Betriebsratsvorsitzende Nico Bloem. Am 15. Mai hatte sich eine geschlossene Gesellschaft in dem Restaurant „Alte Scheune“ Restaurant versammelt, 14 der im Nachhinein positiv getesteten Menschen waren nach Angaben des Landkreises Leer dort anwesend. Diese wiederum infizierten in der Zwischenzeit weitere Menschen, mit dem Virus angesteckt wurden in der Folge eine Person aus dem Landkreis Leer sowie drei Personen aus den Nachbarkreisen Emsland und Aurich. Der Landkreis arbeitet derzeit weiter daran, alle Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Zu der Wiedereröffnungsfeier des Restaurants waren rund 40 Personen eingeladen. Einer der Gäste soll ein Arzt gewesen sein, der Anfang der Woche Grippesymptome spürte und daraufhin positiv auf Corona getestet wurde. Daraufhin wurden weitere Personen, die Kontakt mit ihm hatten, getestet.

Die Meyer Werft ist durch die Corona-Pandemie stark betroffen, die Nachfrage nach neuen Kreuzfahrtschiffen ist zum Erliegen gekommen. Bei der zur Papenburger Meyer-Gruppe gehörenden Turku-Werft in Finnland wurden bereits 450 Mitarbeiter entlassen. Außerdem wird die Werft in Turku ihre Produktion von jährlich zwei auf ein Schiff zurückfahren. Insgesamt sind in Turku und Papenburg rund 3.600 Werftarbeiter in Kurzarbeit. Werft Chef Bernhard Meyer hatte die Mitarbeiter in einem Video bereits darauf vorbereitet, dass Stellen abgebaut werden müssen. Der Betriebsrat hatte gefordert, die Stammbelegschaft durch Kurzarbeit zu erhalten und stattdessen Leiharbeiter zu entlassen. Weitere Informationen dazu unter https://www.nwzonline.de/wirtschaft/hannover-papenburg-schiffsbau-in-der-corona-krise-althusmann-meyer-werft-in-papenburg-soll-bleiben_a_50,8,827779230.html