Als Laie kann am Computer der Meeresforschung beim Sortieren von Plankton helfen c Foto-Tristan_Biard

Das Kieler Institut für Meeresforschung, Geomar, hat mit dem Plankton Memory ein Projekt geschaffen, bei dem interessierte Laien den Meeresbiologen helfen können. So kann man ohne großen Aufwand aktiv etwas für die Meere tun. Die Meeresforscher möchten Bilder der einzelligen Meeresorganismen aus der Gruppe der Rhizaria sortieren und so deren Häufigkeit und Verteilung in bestimmten Gebieten des Ozeans bestimmen.

Das funktioniert so: Auf der Website https://planktonid.geomar.de können sich User registrieren, Bilder wie bei einem Memoryspiel vergleichen und das Plankton bestimmten Gruppen zuordnen.

Rechenprozesse im Hintergrund sorgen dafür, dass sich Fehler bei Bestimmungen nicht auf das Ergebnis auswirken. So muss jedes Bild mindestens zehn Mal von verschiedenen Nutzern identifiziert werden, bevor es in die Forschung einfließt. Da bereits mehr als 50.000 Bilder vorliegen, bitten die Forscher um Unterstützung von interessierten Menschen auch außerhalb der Wissenschafts-Gemeinde.

 Auf der Webseite gibt es darüber hinaus Hintergründe zum Forschungsprojekt und regelmäßige Informationen über den Fortschritt. Vorwissen ist nicht notwendig. Alle, die Lust haben, können die Forschung sinnvoll unterstützen. Alles, was gebraucht wird, sind gute Augen, Sorgfalt und ein Computer.

Rhizaria sind Einzeller, gehören zum tierischen Plankton, dem Zooplankton, und sind wertvolle Nahrungsgrundlage für Fische und andere größere Organismen. Wie auch andere Plankton-Gruppen erfüllen Rhizaria aber noch weitere Funktionen im Ozean. Beispielsweise transportieren sie, wenn sie absterben und absinken, Kohlenstoff von der Meeresoberfläche in die Tiefsee und spielen damit eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf der Erde.

Weitere Informationen unter www. http://www.geomar.de/