568 Passagiere und 423 Besatzungsmitglieder, die auf der MS Amera des Bonner Veranstalters Phoenix Reisen gefahren sind, müssen nun in eine 14-tägige häusliche Quarantäne.

568 Passagiere und 423 Besatzungsmitglieder, die auf der MS Amera des Bonner Veranstalters Phoenix Reisen gefahren sind, müssen nun in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Das 204 Meter lange Schiff ist mittlerweile in Bremerhaven angekommen, jeder an Bord muss nun in Quarantäne. Der Grund ist ein Todesfall an Bord, vergangenen Sonnabend war ein Passagier gestorben. Dies soll zwar nicht mit einer Infektion mit dem SARS-COV-2-Virus und der dadurch ausgelösten Krankheit COVID-19 zusammenhängen, allerdings ist der Verstorbene noch nicht auf das Corona-Virus getestet worden. Solange diese Testergebnisse nicht vorliegen, müssen alle, die sich an Bord befunden haben in Quarantäne. Nur bei einem negativ ausfallenden Test könnte die häusliche Quarantäne aufgehoben werden, zuständig sind die örtlichen Gesundheitsämter, die auch angehalten sind, die Einhaltung der Quarantäne zu prüfen und bei Verstößen dagegen vorzugehen. Die MS Amera war am 19. März vor Südamerika auf einer Reise mit Zielen in der Karibik und einer Atlantiküberquerung nach La Palma, als sie wegen der aktuellen Situation und der damit verbundenen Unsicherheit, welche Häfen noch angelaufen und welche Ausflüge  noch durchgeführt werden können, nach Deutschland zurückbeordert wurde.

Mit dem Einlauf in Bremerhaven hat dort nun auch das zweite Schiff der Flotte von Phoenix Reisen angelegt. Zuvor war bereits die MS Amadea, bekannt als Traumschiff aus der gleichnamigen ZDF-Serie, in Bremerhaven angekommen. Morgen wird in Bremerhaven noch die MS Albatros erwartet, die MS Artania liegt noch immer vor Australien fest. In den nächsten Tagen wird die MS Amera in Richtung Emden aufbrechen, um in die Werft zu gehen und die Betriebseinstellung für Instandhaltungsarbeiten zu nutzen. Derzeit sind alle Reisen bis zum 2. Mai abgesagt.