Die Elblinien nehmen einen fahrplanmäßigen Betrieb drei Mal täglich zwischen Stade und Hamburg mit dem Hybrid-Katamaran Liinsand als Elbfähre auf.

Nach dem erfolgreichen Start der Elbfähre Stade – Hamburg und umgekehrt im vergangenen Jahr wird die Route in dieser Saison ausgebaut: Zusätzlich wird es eine Elbfähre  zwischen der Hollern-Twielenfleth und Hamburg geben. Ab sofort verbindet der neue Katamaran „Japsand“ Hamburg und das Alte Land. Das Schiff der Reederei „Elblinien“ soll  von Stadersand über Twielenfleth und Wedel zum Hamburger Fischmarkt und zurückfahren. Somit wird die bereits bestehende Fähre „Liinsand“ verstärkt und die Frequenz der Fährlinien verdoppelt.Dreimal täglich schippert die „Liinsand“-Fähre zwischen den drei Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachen hin und her. Nun wird die Strecke durch eine zweite Fähre, die „Japsand“, verstärkt. Das Schiff wird gegenläufig zur “Liinsand” verkehren und somit die Frequenz verdoppeln und die Kapazität fast verdreifachen. Durch die zusätzliche Fähre werden nach Angaben der Reederei die Wartezeiten an den Anlegern halbiert. Die “Liinsand” fährt dreimal täglich von Stade über Wedel nach Hamburg und zurück. Die neue “Japsand” wird zusätzlich noch die Haltestelle Twielenfleth bedienen. Eine Fahrt dauert knapp zwei Stunden. Tickets gibt es ab 9,50 Euro.

Beide Schiffe verkehren jeweils einmal am Vormittag, zur Mittagszeit und am Abend auf der Elbe. Am Bord der “Japsand” geht es vom Hamburger Fischmarkt über Wedel und Twielenfleth nach Stade zum Anleger Stadersand. Dreimal täglich (08.30, 12.30 und 16.50 Uhr) legt der Katamaran in Hamburg ab. Auf der anderen Seite in Stade geht es zweimal täglich um 10.30- und um 14.50 Uhr Richtung Hansestadt. Das neue Schiff „Japsand“ bietet Platz für 118 Passagiere. Damit ist es auch um einiges größer als die Liinsand (58 Passagiere). Außerdem können bis zu 30 Fahrräder mit an Bord genommen werden. Durch die Corona-Vorschriften sind die Sitzplätze beider Fähren aber reduziert. Auch herrscht an Bord Maskenpflicht und die Passagiere werden gebeten, sich an die Hygieneregeln zu halten und auf den Abstand zu achten.

Ursprungsmeldung (5. August 2019)

Die Elblinien nehmen den fahrplanmäßigen Betrieb einer Elbfähre zwischen Stade und Hamburg mit dem Katamaran Liinsand auf. Zwölf Jahre ist es her, dass die alte Elbfähre zwischen Stade und Hamburg, der Elbe-City-Jet, den Betrieb einstellte. Die Pendler, die für die Grundauslastung der Schnellfähre gesorgt hatten, waren größtenteils auf die neue S-Bahn-Linie nach Hamburg umgestiegen. Dadurch war die 300 Passagiere fassende Elbfähre auf dieser Strecke nicht mehr rentabel zu fahren. Während die Pendler durch die S-Bahn Ersatz hatten, fiel für Touristen ein beliebter Törn weg. Das wird jetzt wieder anders, mit regelmäßigen Verbindungen. Mit dem Hybridkatamaran Liinsand geht es dreimal am Tag von Stadersand über Wedel zum Fischmarkt und wieder zurück. Zwei Wochen lang absolvierte die Liinsand Testfahrten auf der Strecke. Drei Dämmertörns mit denen die Stade Tourismus GmbH die Attraktivität des Angebots erkunden wollte, waren innerhalb weniger Tage ausgebucht. Von Stade aus gibt es einen Buszubringer mit der KVG-Buslinie 2006 zu allen Abfahrten und Ankünften der Elblinien am Anleger Stadersand. Der umweltfreundliche Hybrid-Katamaran fährt emissionsarm auf der Elbe, in den Häfen sogar komplett emissionsfrei mit Batteriekraft. Das neue Schiff kann bis zu 16 Konten schnell werden. Die Elblinien gehören zur Reederei Watten Fährlinien aus Husum.

Weiterhin gesucht wird ein betreiber für die Fähre von Cuxhaven nach Brunsbüttel, die den Verkehr im Großraum Hamburg entlasten soll. Weil Güterströme und Tourismus im Norden stetig wachsen, könnte eine weitere Elbquerung helfen, Staus und Emissionen zu vermeiden. Die Politik ist überzeugt, dass die Linie sich lohnt: Die Zahlen der beförderten Fahrzeuge und Passagiere hätten einen wirtschaftlichen Betrieb bereits in der Vergangenheit möglich machen können.

Weitere Informationen unter https://www.elblinien.de/