Auffällig ist der X-Bug, der für Expeditionsschiffe bislang noch nie verwendet wurde

Das Schiffsleasing-Unternehmen Sunstone aus Miami kündigt  vier neue Expeditionsschiffe an. Zum ersten Mal überhaupt werden damit Expeditionsschiffe in China gebaut. Die Neubauten wurden an China Merchants Industry Holding aus Hongkong vergeben, gebaut werden soll in Shanghai. Für das Design wurden die norwegischen Spezialisten von Ulstein Design & Solutions verpflichtet, die Kabinen kommen vom finnischen Unternehmen Mäkinen, das Innendesign übernimmt Tillberg aus Schweden.

Besonders ist der auffällige Bug: Die vier Neubauten bekommen einen sogenannten X-Bug, der sehr breit und negativ gebogen ist. Sie sollen jeweils 104 Meter lang und 18,2 Meter breit  sein und bis zu 95 Passagieren Platz bieten. Mit einem geringen Tiefgang von 5,1 Meter und der höchsten Eisklasse 1A können sowohl Arktis und Antarktis als auch Flüsse wie Amazonas oder Orinoco befahren werden. Das erste Schiff soll 2019 ausgeliefert und an einen Bestandskunden verchartert werden. Es besteht eine Option für sechs weitere Expeditionsschiffe. Zur Flotte von Sunstone gehören derzeit zehn Kreuzfahrtschiffe, unter anderem die Sea Spirit (Poseidon Expeditions), die Ocean Diamond (Iceland Pro Cruises, Quark Expeditions) sowie die Silver Discoverer (Silversea).