Die Dürre in diesem Sommer lässt den Preis für Heizöl steigt deutlich steigen und liegt damit weit über dem Vorjahresniveau.

Die Dürre in diesem Sommer hat nicht nur Konsequenzen für die Flusskreuzfahrt gehabt, wo viele Fahrten auf der Elbe ausfielen und auf Rhein, Main und Donau nur eingeschränkt möglich waren: Denn der Preis für Heizöl steigt derzeit deutlich an und liegt weit über dem Vorjahresniveau.

Der trockene Sommer hat die Pegel von Rhein, Main und Donau und der Nebenflüsse erheblich sinken lassen, die Tankschiffe sind darum oft weniger als halb voll. Auf dem Main-Donau-Kanal transportierten die Frachter im August nur ein Drittel so viele Güter wie im Vorjahrsmonat. Aufgrund niedriger Wasserstände könnten Frachtschiffe oft nur 30 bis 40 Prozent ihrer Kapazitäten ausnutzen, um starken Tiefgang zu vermeiden. Um ihre Lager auf anderen Wegen aufzufüllen, sind Heizölhändler gezwungen, weite Versorgungswege mit dem Tankwagen in Kauf zu nehmen. Die Versorgung der Lager speziell entlang des Rheins ist dadurch deutlich aufwändiger und teurer geworden und die Vorräte haben sich verringert.

Am Rhein sind die Frachtkosten mitunter um mehr als das Doppelte gestiegen. Der erhöhte Aufwand schlägt sich auf die Preise für Heizöl nieder. Während sich Rohöl in den vergangenen drei Monaten nur wenig verteuerte, legten die Heizölpreise um rund 15 Prozent zu. Die Situation dürfte sich so schnell nicht entspannen. Zwischen Koblenz und Bingen lag der Pegel des Rheins in dieser Woche kaum über der 100-Zentimeter-Marke. Damit Schiffe dort aber uneingeschränkt wieder mit voller Ladung fahren können, bedarf es eines Wasserstands zwischen 190 und 460 Zentimetern.