Seit mehr als zwei Wochen liegen die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe Viking Hervor und Viking Gersemi wegen Stürmen im Nord-Ostsee-Kanal fest.

Im Nord-Ostsee-Kanal sind zwei Kreuzfahrtschiffe gestrandet. Seit mehr als zwei Wochen liegen die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe Viking Hervor und Viking Gersemi im Nord-Ostsee-Kanal fest. Die Überführungsfahrt zum Rhein konnte aufgrund der Stürme bislang nicht stattfinden. Bereits am 7. Februar starteten die Viking Hervor und Viking Gersemi zur Überführung von Rostock zum Rhein – doch weiter als bis nach Brunsbüttel kamen die Schiffe nicht. Die stürmischen Wellen der Nordsee verhinderten bislang eine sichere Überfahrt zur Eingangsschleuse am niederländischen Ijsselmeer. An Bord wurden Sicherungsmaßnahmen gegen die hohen Sturmwellen getroffen: Alle Fenster in den unteren Decks wurden mit Holzplatten geschützt – und doch reichten diese Vorkehrungen nicht gegen die Anfang Februar auf der Nordsee herrschenden Wellenhöhen aus.

Die zur Longship-Klasse gehörenden Einheiten Viking Hervor und Viking Gersemi sind nach Figuren wie den Walküren der germanischen Sagenwelt benannt. Neben den Schwesterschiffen sollen noch vier weitere Einheiten an Viking übergeben werden. Die Schiffe Viking Radgrid, Viking Kari, Viking Skaga und Viking Fjorgyn werden derzeit bei der zur Meyer-Werft-Gruppe gehörenden Neptun Werft in Rostock-Warnemünde noch fertiggestellt. Das Quartett soll für Viking River Cruises auf der Seine zwischen Paris und der Normandie zum Einsatz kommen. Den Auftakt machte vor neun Jahren die Viking Odin (Baunummer S.521). 55 Einheiten dieser Erfolgsserie wurden bislang am Standort Rostock auf Kiel gelegt und fünf weitere bei der Mutterwerft in Papenburg. Damit stellen die Langschiffe die größte in und für Westeuropa gebaute Flusskreuzfahrtschiff-Klasse dar. Die meisten Exemplare der Klasse sind 135 Meter lang und 11,45 Meter breit. Der Tiefgang beträgt lediglich ca. 1,60 m.  Bei 95 Außenkabinen ist an Bord Platz für maximal 190 Passagiere. Für die Besatzungsmitglieder stehen 31 Kabinen zur Verfügung.Die von vier Schottel-Ruderpropellern angetriebenen Schiffe haben ein diesel-elektrisches Antriebskonzept: Wie alle Schiffe der Viking-Flotte erhalten auch diese eine zukunftsweisende dieselelektrische (Hybrid)-Antriebsanlage. Die neuen Schiffe können in europäischen Fahrtgebieten wie Rhein, Main und Donau, aber auch in niederländischen Gewässern eingesetzt werden. Viking River Cruises gehört mit einer Flotte von 65 Schiffen zu den führenden Anbietern von Flusskreuzfahrten in Europa, Russland, Ukraine, China und Südostasien. Die Neptun Werft hat sich in den vergangenen 15 Jahren einen exzellenten Ruf beim Bau von Flusskreuzfahrt- und Spezialschiffen erworben. An der Warnow entstanden bislang 70 Flussschiffe, unter anderem auch für die Rostocker Reederei A-Rosa.

Weitere Informationen zu den Schiffen unter https://www.vikingrivercruises.co.uk/ships/longships/viking-hervor.html