Der Unfall des Containerschiffs AKACIA, das in Kiel-Holtenau am Nord-Ostsee-Kanal mit einem Schleusentor kollidierte und dies erheblich beschädigte, hat gravierende Konsequenzen. Die Reparatur wird erheblich teurer als bislang angenommen. Mehr 20 Millionen Euro soll die Bergung und Instandsetzung kosten.

Nach dem Unfall des 150 Meter langen Containerschiffs „Akacia“, das in Kiel-Holtenau am Nord-Ostsee-Kanal mit einem Schleusentor kollidierte und dies erheblich beschädigte, wird nun das Schleusentor ausgetauscht. Die unter portugiesischer Flagge fahrende “Akacia” war bei der Schleusendurchfahrt so schnell gewesen, dass der Bug das Tor teilweise durchbrochen hatte und auf dem Schleusentor zum Erliegen kam. Vermutlich war die Maschinenanlage defekt, der Frachter fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit.

Schleuse soll Ende März freigegeben werden

Jetzt wurde eine, das komplette Schleusentor umlaufende, Diamant-Seilsäge aufgebaut, mit der ab heute das Tor in zwei Teile zerteilt wird. In der nächsten Woche sollen die Torhälften dann von einem Schwimmkran auf Pontons gehoben und abtransportiert werden. Wenn Taucher die Torlaufbahn am Grund der Schleuse auf etwaige Schäden überprüft haben, wird ein bereit stehendes Reservetor eingebaut. Das Wassserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) will die Schleuse in der letzten Märzwoche wieder für den Schiffsverkehr freigeben. Die Kosten für die Reparatur des Tores werden sich wahrscheinlich auf 20 Millionen Euro belaufen.

Stundenlange Verzögerung für den Schiffsverkehr                                                                     Wegen des Unfalls steht nur noch eine Schleusenkammer in Kiel-Holtenau zur Verfügung. Deswegen kommt es zu stundenlangen Verzögerungen für Schiffe am Nord-Ostsee-Kanal. Schiffe, die in den Kanal hineinfahren wollen, müssen mit langen Wartezeiten rechnen.