Der größte Schifffahrtskonzern der Welt, die dänische Reederei Maersk, hat erstmals ein großes Containerschiff durch die Nordostpassage geschickt.

Der größte Schifffahrtskonzern der Welt, die dänische Reederei Maersk, hat erstmals ein großes Containerschiff durch die Nordostpassage geschickt. Die Nordostpassage verläuft an den Küsten Russlands und Sibiriens entlang, wegen des Klimawandels ist die bis vor Kurzem nahezu unpassierbare Passage durch die Barentssee, vorbei am Nordpol durch das arktische Packeis und durch das Beringmeer schiffbar geworden.

Die Venta Maersk nahm auf ihrem Weg vom russischen Wladiwostok nach Europa nicht die übliche Route durch den Suezkanal, sondern fuhr die rund 3.000 Seemeilen (rund 5.560 Kilometer) kürzere Route durch das Eismeer nördlich von Russland.  Die durchschnittliche Fahrzeit von Asien nach Europa dauert über die Nordostpassage 19 Tage – und damit sieben Tage weniger als traditionelle Passage durch den Suez-Kanal.

 

Dadurch können Reedereien mindestens ein Drittel des Treibstoffs einsparen, auch die Emissionen der gesamten Seereise sinken deutlich. Dem stehen hohe Gebühren durch russische Behörden gegenüber: Russland erhebt eine Gebühr für die Nordpassagen durch die nationalen Gewässer. Zudem stammen die Eisbrecher, die in den meisten Fällen verpflichtend eingesetzt werden müssen, von russischen Reedereien.Für Maersk war diese Fahrt nur ein Test und noch kein Startschuss für eine neue kommerzielle Route.