Die Schiffsleitung der Norwegian Jade hat eine Kreuzfahrt durch die Karibik abgebrochen, weil technische Mängel mit Bordmitteln nicht in den Griff zu bekommen waren.

Die Schiffsleitung der Norwegian Jade hat eine Kreuzfahrt durch die Karibik abgebrochen, weil technische Mängel mit Bordmitteln nicht in den Griff zu bekommen waren. Für die 2.700 Passagiere des Schiffes von Norwegian Cruise Line (NCL) geht es nun nach nur vier statt zehn Tagen Kreuzfahrt vorzeitig nach Hause. Von Miami aus kam die Norwegian Jade nur bis San Juan in Puerto Rico. Dort liegt sie vor Anker bis für alle Passagiere ein Flug nachhause gebucht werden kann. Die Reederei gab bekannt, man kümmere sich um kostenlose Rückflüge für alle Gäste, es gebe den vollen Reisepreis zurück und einen Gutschein für künftige Kreuzfahrten in derselben Höhe. Wenn Passagiere Flüge selbst buchen wollten, gebe es bis zu 650 US-Dollar für die Tickets zurück.

Nach dem vollständigen Ausschiffen der Passagiere soll  die Norwegian Jade nach Florida zurückfahren, wo sie in die Werft gehen wird. Die Reederei gab nicht bekannt, um welches technische Problem es sich handelt, teilte aber mit, dass Sicherheit und die Services an Bord nicht beeinträchtig seien. Experten vermuten, dass es Schwierigkeiten mit dem Antriebssystem gibt. Das im Jahr 2006 gebaute Schiff war im vergangenen Jahr in einer Werft auf den Bahamas modernisert worden. Dabei wurden auch Bugstrahlruder, Stabilisatoren und vor allem der Azipod-Antrieb überholt. Außerdem wurde ein neues Abgasreinigungssystem mit fünf Scrubbern eingebaut. Die Arbeiten sollen schnell erledigt sein, laut NCL soll die Norwegian Jade bereits am 26. November wieder planmäßig ablegen, für eine elftägige Kreuzfahrt von Miami aus durch den Panamakanal.

Die Norwegian Jade ist auch in Deutschland gut bekannt, sie war das erste Kreuzfahrtschiff von NCL, welches in Hamburg stationiert war. Seit dem Sommer 2017 hatte es von der Hansestadt aus Abfahrten geben. Die Reederei hatte gerade erst angekündigt, das Schiff im nächsten Jahr aus Hamburg abzuziehen. In dieser Saison war das Kreuzfahrtschiff mit fast 2500 Passagieren an Bord insgesamt sechs Mal im Jahr von der Hansestadt aus zu Touren Richtung Norwegen und zum Nordkap aufgebrochen.