Ocean Film Tour Vol 4: Kiten an den entlegensten Stellen der Erde

Die ersten drei Ausgaben der Ocean Film Tour waren ein voller Erfolg, ausverkaufte Säle allerorten, und es gibt wenig Grund zu zweifeln, dass dies auch bei der vierten Auflage so sein wird. Die Ocean Film Tour Volume 4 zeigt neue Meeresabenteuer und Wassersportfilme mit jeder Menge Action auf und unter Wasser. Das Festival für Kurzfilme rund ums Thema Meer zeigt spannende Geschichten, Kurioses wie den kitesurfenden Multi-Milliardär Richard Branson, der mit Expräsident Barack Obama rund um seine Privatinsel übers Wasser brettert. Aber auch nachdenklich machendes wie die zunehmende Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll.

Der Wind ist ein Trunkenbold

Wer auf Island surfen will, sollte sich besser mit den Naturgewalten anfreunden, denn die Insel im hohen Norden ist für ihr extrem raues Klima bekannt. Die Surf-Szene im hohen Norden ist winzig, das Wasser ist eiskalt und der Wind ändert sich ständig und schwankt wie ein Saufbold. So sieht ihn zumindest Surfer Heiðar Logi Elíasson. In „The Accord“ trifft man ihn und andere verrückte Isländer, die dem unbarmherzigen Wind trotzen und sich mit ihren Brettern ins eisige Meer stürzen.

In Island herrscht ein rauhes Klima für Surfer
In Island herrscht ein rauhes Klima für Surfer

Kiten auf der Worldwidewave und Shorebreaks

Kitesurfer aus aller Welt, darunter Virgin-Boss Richard Branson zeigen in „Chapter one“, was sie draufhaben. Tolle Luftaufnahmen aus den entlegensten Ecken der Erde, großartige Moves und Tricks sowie krasse Wellen zeichnen diesen Kurzfilm aus.

Der Hawaiianer Clark Little hat seine Leidenschaft für die perfekte Welle zum Beruf gemacht. Zuerst war er Surfer, dann wurde er zum Fotografen.  Inmitten der Brandung jagt er nun seine Lieblingsmotive: Shorebreaks (große Wellen, die ganz nahe am Strand brechen) und so heißt auch der Film. Seine Bilder sind Momentaufnahmen von faszinierender Schönheit. 

Ocean Film Tour Vol 4: Kiten an den entlegensten Stellen der Erde
Ocean Film Tour Vol 4: Kiten an den entlegensten Stellen der Erde

Mexiko: Feiern und Eleganz

„The Weekend Sailor“ berichtet von dem Mexikaner Ramon Carlin, der sich 1973 aufgemacht hat, um am größten Rennen der Segelgeschichte teilzunehmen. Und wie die lustigen Mexikaner die anderen Segel-Profis ausstechen ist äußerst unterhaltsam. In einem Naturschutzarchipel im Golf von Mexiko hat der vom Aussterben Große Manta ein Habitat zum Unterschlüpfen gefunden. Die gewaltigen Rochen sind von beeindruckender Eleganz, was in „The Legacy“ vom Unterwasserfotografen Erick Higuera sehr schön zu sehen ist.

Mittendrin statt oben drauf: Vom Surfer zum Fotografen
Mittendrin statt oben drauf: Vom Surfer zum Fotografen

Zum Schluss macht „The Plastic Ocean“ auf die zunehmende Verschmutzung der Meere aufmerksam. In manchen Teilen der Weltmeere schwimmen kilometerbreite Teppiche aus Plastikmüll, die Meeresbewohner und auch Menschen schädigen, die weit davon entfernt wohnen. Denn durch den Verzehr von verseuchten Fischen und Meeresfrüchten nehmen Menschen die mit Schadstoffen angereicherten Mikroplastik auch auf.

Die Ocean Film Tour tourt noch bis Ende Mai durch Deutschland und Europa. Das Programm dauert 120 Minuten zuzüglich einer Pause von 30 Minuten. Wer das Kurzfilmfestival besuchen möchte, muss sich beeilen, in einigen Orten ist die Ocean Film Tour Vol. 4  schon ausverkauft!!!!

Tickets gibt es hier: https://www.oceanfilmtour.com/tickets