Ponant muss an den neuseeländischen Staat eine Strafe zahlen, weil das Schiff L`Austral eine Havarie in der Subantarktis hatte.

Die französische Expeditionsreederei muss an den neuseeländischen Staat eine Strafe zahlen, weil das Schiff L`Austral eine Havarie in der Subantarktis hatte. Nachdem das Expeditionsschiff nahe der Snares-Inseln südlich von Neuseeland auf Grund gelaufen war, brummte ein neuseeländisches Gericht der französischen Reederei und dem Kapitän wegen Fahrlässigkeit ein Bußgeld von insgesamt 87.000 Euro auf. Das Schiff “L’Austral” mit 365 Passagieren an Bord havarierte, weil es der Küste zu nahe kam.

Die L´Austral war dabei in dem besonders geschützten Gebiet der Subantarktis südlich von Neuseeland auf Felsen gelaufen und hatte noch Glück, dass das Schiff dabei nicht schwer beschädigt wurde. Der Kapitän war näher an die Inseln herangefahren, um den Passagieren einen besseren Blick auf die Inseln zu bieten. Dabei ist es in den Gewässern rund um Snares laut Gesetz verboten, sich den Inseln mehr als 300 Metern zu nähern. Reederei und Kapitän bekannten sich vor Gericht schuldig gegen den sogenannten Resource Management Act verstoßen zu haben. Die Reederei wurde zu einer Geldstrafe von 70.000 Neuseeland-Dollar verurteilt, Kapitän Regis Daumesnil muss 30.000 Dollar zahlen. Richter Craig Thomson sagte in seiner Urteilsbegründung, die Strafe wäre weit höher ausgefallen, wenn mehr passiert wäre. Es habe nur geringe Umweltschäden gegeben als das Schiff auf die Felsen prallte, es seien keine Flüssigkeiten wie Öl oder Diesel ausgetreten und außer ein paar Kratzern am Schiff wäre nichts weiter beschädigt worden. Trotzdem sei diese Aktion grob fahrlässig gewesen, denn die Subantarktis mit ihren vielen kleinen Inseln sei ein wichtiger Rückzugsort für viele Tiere und stünde deswegen unter Naturschutz. Es sei nicht auszudenken, was eine schlimmere Havarie hätte anrichten können.