Rund 1.700 Passagiere, die auf einer Kreuzfahrt mit der Quantum of the Seas unterwegs sind, müssen wegen Corona an Bord in Quarantäne.

Update 10.12.: Die Quarantäne, die als Vorsichtsmaßnahme an Bord des Royal-Caribbean-Schiffs “Quantum of the Seas” verhängt wurde, war überflüssig: Bei dem Verdachtsfall handelte es sich nach Angaben von Behörden in Singapur um einen Fehlalarm. Der Passagier war beim Bordarzt positiv auf Covid-19 getestet worden, ist aber nach Ergebnissen weiterer, von den Gesundheitsbehörden durchgeführten Tests, doch nicht infiziert. Das Kreuzfahrtschiff hatte zuvor seine Reise mit 1.680 Passagieren an Bord abgebrochen und war aufgrund des falschen Tests in Singapur eingelaufen.

 

Rund 1.700 Passagiere, die auf einer Kreuzfahrt mit der Quantum of the Seas der Reederei Royal Caribbean International unterwegs sind, müssen an Bord in Quarantäne. Grund ist ein Gast, der positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, nachdem er sich mit eschwerden beim Bordarzt vorgestellt hatte. Sämtliche Passagiere hatten vor Beginn der von der Reederei so genannten „Kreuzfahrt ohne Ziel“ die obligatorischen, negativen Corona-Tests vorgelegt. Die Reederei bietet wegen der Einreisebeschränkungen in der Corona-Pandemie Schiffsreisen ohne Landgänge an.

Laut der Tourismusbehörde in Singapur soll auch der jetzt positiv getestete, 83 Jahre alte Mann, bei Reiseantritt einen negativen Coronatest vorgezeigt haben.  Die Quantum of the Seas änderte den Kurs und kehrte in den Hafen von Singapur zurück, wo sie derzeit liegt. Es ist noch nicht klar, wann die Passagiere von Bord gehen könnten. Nach Behördenangaben sollen alle 1.680 Passagiere auf Covid-19 getestet werden, bevor sie von Bord gehen können. Auch die rund 1.148 Crewmitglieder müssen einen aktuellen negativen Test vorweisen, wenn sie an Land wollten. Der Kapitän forderte die knapp 1700 Passagiere auf, in den Kabinen zu bleiben und auf weitere Anordnungen zu achten. Damit befinden sich sämtliche Gäste quasi in Quarantäne, auch Spaziergänge und Aufenthalt in der frischen Luft an Deck sind mit dieser Anordnung ausgeschlossen. Durchgeführte Corona-Tests mit sämtlichen engen Kontaktpersonen des betroffenen Mannes ergaben bislang alle ein negatives Ergebnis für Covid-19.

Die börsennotierte Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean hatte im zweiten Quartal 2020 einen Nettoverlust von 1,64 Milliarden US-Dollar eingefahren. Diese Summe kommt nach einem Nettoverlust von 1,4 Milliarden im ersten Quartal 2020 hinzu, so dass für Royal Caribbean insgesamt eine grauenhafte Bilanz von insgesamt mehr als 3 Milliarden US-Dollar (ca. 2,4 Milliarden Euro) in diesem Jahr durch Corona entstanden ist. Der nach der Carnival Corporation zweitgrößte Kreuzfahrtkonzern der Welt rechnet damit, dass er wegen der Einschränkungen durch Corona monatlich durchschnittlich 250 bis 290 Millionen Dollar der vorhandenen liquiden Mittel verbrennen wird.

Weitere Informationen unter https://www.straitstimes.com/singapore/suspected-covid-19-case-on-royal-caribbean-cruise-to-nowhere-ship-returns-to-singapore-mid