Ein Rentnerpärchen hat versucht durch den Schmuggel von Kokain auf einem Kreuzfahrtschiff seine Rente aufzubessern. Der Wert liegt bei rund zwei Mio Euro.

Ein Rentnerpärchen hat versucht durch den Schmuggel von Kokain auf einem Kreuzfahrtschiff seine Rente aufzubessern. Die älteren Herrschaften waren mit der Marco Polo von Cruise and Maritime Voyages in die Karibik gereist. Das Schiff verließ Tilbury in Essex am 5. November mit 610 Passagieren an Bord, fuhr in die Karibik zu den Großen und Kleinen Antillen und sollte über die Azoren wieder nach England zurückkehren.

In Lissabon war für das betagte Schmugglerpärchen die Reise aber zu Ende wie die Tageszeitung „Guardian“ berichtete. Die 70 und 72 Jahre alten Briten wurden nach der Durchsuchung ihrer Kabine von der Polizei verhaftet. Die portugiesische Polizei hatte einen Tip bekommen und war daraufhin an Bord der Marco Polo gegangen. In der Kabine des Paars fanden die Ermittler insgesamt vier Koffer, in deren Zwischenräume insgesamt zehn Kilogramm Kokain in Päckchen eingeschweißt worden waren. Der Wert der Drogen soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Die Rentner wurden zunächst in Portugal in U-Haft genommen, sollen aber an Großbritannien ausgeliefert werden. Wie die beiden älteren Leute es schafften nach einem Landgang die zehn Kilogramm Kokain an den Sicherheitskontrollen vorbei zu schmuggeln ist noch nicht geklärt. Die portugiesische Polizei geht davon aus, dass das Schmugglerpärchen eventuell Komplizen gehabt habe.