Die Seenotretter der DGzRS haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast doppelt so viele Menschen aus akuter Seenot gerettet wie im Vorjahr.

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast doppelt so viele Menschen aus akuter Seenot in Nord- und Ostsee gerettet wie im Vorjahr. Insgesamt waren die 60 Seenotrettungskreuzer von Januar bis heute 1979 Mal im Einsatz und halfen dabei 3.198 Menschen. 259 Betroffene wurden dabei aus drohender Gefahr befreit, 292 Kranke und Verletzte von Schiffen, Inseln und Halligen zum Festland in Krankenhäuser gebracht sowie 52 Boote und Schiffe vor Totalverlust bewahrt. Seit Gründung der DGzRS weist die Statistik der Seenotretter mehr als 85.000 aus Gefahr Gerettete aus.

Der Rettungsdienst der DGzRS basiert, wie auch der Dienst der Rettungsschwimmer von DLRG oder Rotem Kreuz, nicht wie in anderen Ländern auf staatlicher Ebene mit bezahlten Berufen, sondern auf dem Vereinswesen und dem Ehrenamt. Neben rund 180 fest Angestellten sind bei der DGzRS rund 800 freiwillige Seenotretter tätig, dazu kommen etwa 550 Ehrenamtler, die von Land aus unterstützen. Derzeit unterhält die DGzRS 54 Stationen entlang der Küste und auf den Inseln, von Borkum bis Ueckermünde.

Weitere Informationen unter https://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/

TIPP: Die Sicherheits-App SafeTrx der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger bietet Seglern, Motorbootfahrern, Wassersportlern oder Anglern die Chance bei einer Notlage auf dem Wasser schneller gefunden zu werden. Über das Smartphone zeichnet die App die Route von Kitern, Kajakfahrern oder auch Wattwanderern auf. Im Notfall hat die Seenotrettung dann Zugriff auf den Ort, wo sich das Mobiltelefon aktuell befindet. So funktioniert die App: Sie zeichnet die Position einer Yacht, eines kleinen Motorbootes oder auch – wenn das Handy wasserdicht verpackt ist – eines Kite- oder Windurfers auf und sendet sie. Die Daten können dann im Notfall von den Seenotrettern abgerufen werden. Dadurch kann im Notfall die Position eines Gesuchten ziemlich exakt bestimm und das Suchgebiet stark eingegrenzt werden. Die Helfer erreichen so schneller ihr Ziel. SafeTrx löst aber nicht automatisch einen Alarm bei der Seenotleitung aus. Hat der Wassersportler Ziel und Ankunftszeit seines Törns vor Abfahrt gespeichert, wird er zunächst selbst per SMS erinnert, falls seine Ankunft überfällig ist. Erst bei einer Verspätung von mehr als 15 Minuten wird ein zuvor gespeicherter, privater Notfall-Kontakt alarmiert. Jetzt kann dieser aktiv werden und vielleicht erst einmal anrufen –eventuell sitzen die Reisenden ja schon beim Essen, haben die Alarmzeit vergessen oder das Handy nicht gehört. Wenn die Kontaktperson den App-User nicht erreicht, kann sie die Seenotretter informieren.

Wer in Seenot gerät, kann aber auch selbst schnell Hilfe holen. Ein Drei-Sekunden-Druck auf den Bildschirm mit Bestätigung genügt, dann wird ein Notruf an die Seenotleitung ausgelöst und zugleich die aktuelle Position übermittelt. Auch wenn die Mobilfunkverbindung unterwegs unterbrochen sein sollte, speichert die App zunächst im Handy die Positionsdaten und überträgt sie bei einer erneuten Verbindung auf den Server.