Die Seychellen haben drakonischeBeschränkungen für die Kreuzfahrtindustrie erlassen und sperren Kreuzfahrtschiffe für zwei Jahre bis Ende 2021 aus.

Die Seychellen haben die bisher drakonischsten Beschränkungen für die Kreuzfahrtindustrie erlassen und sperren Kreuzfahrtschiffe für zwei Jahre aus. Das Inselreich im Indischen Ozean bleibt für Kreuzfahrer bis Ende 2021 tabu. So lange dürfen keine Schiffe mehr im Hafen von Victoria festmachen, kündigte der Tourismusminister der Seychellen, Didier Dogley an. Bereits im März hatte die Seychelles Ports Authority die Kreuzfahrtsaison wegen der Pandemie alle Häfen für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Der Tourismusminister sagte, das Verbot sei unumgänglich, um die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Welle von Covid-19 zu minimieren. Didier Dogley sagte weiter, das Verbot sei ab sofort wirksam und werde bis Ende 2021 gelten. Er stellte fest, dass die Maßnahmen im Einklang mit der Welttourismusorganisation (WTO) stehen und außerdem für die Förderung eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus gut seien. Die Seychellen wollen außerdem ein Meeresschutzgebiet von der Größe Großbritanniens einrichten. Es soll rund ein Drittel der Gewässer des Landes im Indischen Ozean umfassen. Damit soll die einzigartige Artenvielfalt langfristig geschützt werden. Dafür wurden Spenden in Höhe von fünf Millionen Dollar gesammelt, um einen Teil der Schulden direkt abzuzahlen. Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio spendete mit seiner Stiftung eine Million US-Dollar.

Die Regierung des Inselstaates im Indischen Ozean fürchtet eine zweite Corona-Welle, obwohl dort nur elf Fälle und keine Todesopfer registriert wurden. Von der Entscheidung sind zahlreiche Kreuzfahrtreedereien betroffen. Unter anderem müsste die Aidablu in der nächsten Wintersaison umgeroutet werden. Auch Schiffe von Costa Kreuzfahrten, MSC Cruises, Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises, Ponant und Phoenix Reisen müssten umgeroutet werden, wenn der Beschluss so bestehen bleibt. In 2019 kamen rund 380.000 Touristen auf die Seychellen, darunter rund 60.000 Kreuzfahrtgäste.

Weitere Informationen unter: http://www.nation.sc/articles/4579/cruise-ship-calls-banned-for-two-years